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Ernährungssicherung in Tabligbo (KP 1426)

Die aufgeschwemmten Bäuche der Kinder sind ein sicheres Anzeichen für eine Fehlernährung.

Die neuen Studien zur Entwicklung der Nahrungsmittelproduktion in der Welt sind erschreckend. Bis zum Jahr 2050 müsste doppelt so viel Reis, Mais, Weizen und Soja angebaut werden, um die Weltbevölkerung zu ernähren. Das bedeutet, dass die Erträge von nun an jährlich um 2,4 Prozent steigen müssten, um dieses Ziel zu erreichen. Die derzeitigen Erfolge bei der Steigerung der Nahrungsmittelproduktion reichen jedoch nicht aus, um in Zukunft genug Nahrung für alle zu produzieren.

Drei Faktoren verschärfen die Lage: Zum einen wird die Weltbevölkerung von heute rund 7 Milliarden auf 9 Milliarden Menschen im Jahr 2050 ansteigen. Zum anderen werden zukünftig mehr Fleisch und Milchprodukte konsumiert werden, die zur Herstellung mehr Anbaufläche als pflanzliche Produkte benötigen. Zudem werden weitere Flächen für Biosprit verloren gehen. Ertragssteigerungen sind nötig, sie sind aber nicht die alleinige Lösung. Schon heute wird genügend Getreide produziert um über 10 Milliarden Menschen zu ernähren. Doch nur etwa 50 Prozent werden wirklich gegessen, die Hälfte wird für Tierfutter, Schmierstoffe oder Biosprit verwandt. Gefordert sind deshalb auch eine effizientere Nutzung und bessere Verteilung der vorhandenen Ressourcen.

Genau diese Frage stellt sich auch für die Frauen von Tabligbo, einem kleinen Dorf im Südosten Togos. Zur Erntezeit herrscht ein Überfluss an landwirtschaftlichen Produkten, und da das Angebot die Nachfrage übertrifft, fallen die Preise auf den Märkten. Da viele Bauern das Geld vom Verkauf der Vorjahresernte verbraucht und keine Ersparnisse haben, sind sie gezwungen, ihre Ernte unter Wert zu verkaufen. Im Laufe des Jahres steigen die Preise wieder auf ein Niveau, das sich viele nicht leisten können. Um eine gleichmäßige Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln zu gewährleisten, möchte nun eine Gruppe von zehn Frauen der Evangelischen Gemeinde zur Erntezeit Nahrungsmittel zu fairen Preisen aufkaufen, einlagern und dann über das Jahr mit einem geringen Aufschlag zur Deckung der laufenden Kosten und für einen kleinen Gewinn wieder verkaufen. Dazu sollen die Frauen zunächst eine Grundausbildung in Buchhaltung erhalten. Anschließend wird dann ein Raum angemietet werden, wo die Nahrungsmittel eingelagert werden können. Für das Grundkapital fehlen den Frauen aber noch EUR 3.810,- .

Auf einen Blick:

Projekt: Einlagerung und Verkauf von Mais und Bohnen
Ort/Region: Tabligbo / Région Sud-Maritime
Durchführung: Frauengruppe der evangelischen Gemeinde
Kostenübersicht:
Mais und Bohnen: EUR 2.560,--
Miete für das erste Jahr: EUR 840,--
Säcke, Schaufeln etc.: EUR 230,--
Projektdurchführung und -begleitung: EUR 180,--
Gesamt: EUR 3.810,--

 

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