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Dorfapotheke in Adaklu Ando (KP 1452)

In einer Dorfapotheke sind die wichtigsten, von der WHO empfohlenen Medikamente erhältlich.

Obwohl die von der Anopheles-Mücke übertragene Malaria mit Medikamenten behandelt werden kann, sterben weltweit jedes Jahr rund eine Million Menschen an dieser Krankheit, etwa die Hälfte davon sind Kinder unter fünf Jahren. Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass 300–500 Millionen Menschen pro Jahr an Malaria erkranken.  90 Prozent der Erkrankten leben auf dem afrikanischen Kontinent.

Wer an Malaria erkrankt, benötigt schnell eine Behandlung mit den richtigen Medikamenten. Doch immer wieder sind in Afrika gefälschte Medikamente im Handel, die kaum oder keinen Wirkstoff beinhalten. In Afrika sollen mittlerweile bis zu 30 Prozent aller Medikamente gefälscht sein. So deckte das Difäm, das Deutsche Institut für ärztliche Mission, im letzten Jahr einen besonders tragischen Fall von Medikamentenfälschung auf. Im Kongo war ein junges Mädchen in einem Missionskrankenhaus mit Chinin-Tabletten gegen Malaria behandelt worden. Doch trotz dieser im Normalfall hochwirksamen Behandlung verstarb das Mädchen. Der Verdacht kam auf, dass es sich bei dem Medikament um eine Fälschung handelte. Gemeinsam mit dem Difäm wurden die Tabletten chemisch analysiert, und es wurde festgestellt, dass sie keinerlei Chinin enthielten. Die Tabletten und die Schachteln unterschieden sich äußerlich nicht von dem Original, und nur der Hersteller konnte über die Chargennummer belegen, dass es eine Fälschung sein musste.

Um sich vor Fälschungen zu schützen, setzen große Krankenhäuser und Lieferanten spezielle Kleinlabore ein, die die Medikamente auf ihre Wirkstoffe untersuchen. Für die Patienten auf dem Land ist die einzige Möglichkeit, sich vor Fälschungen zu schützen, ausschließlich Medikamente zu kaufen, die von seriösen und geprüften Zulieferern stammen. Dies ist auch der Hintergrund für die Idee, in Adaklu Ando, einem kleinen Dorf südlich der Provinzhauptstadt Ho, eine Dorfapotheke zu errichten. Die Mitglieder einer Gruppe der Evangelischen Gemeinde möchten dort, nachdem sie eine pharmazeutische Grundausbildung erhalten haben,  Medikamente verkaufen. Diese sollen von der kircheneigenen Zentralapotheke bezogen werden, die nur geprüfte Medikamente liefert. Als Grundkapital fehlen noch EUR 2.520,-.

Auf einen Blick:

Projekt: Bau und Einrichtung einer Dorfapotheke
Ort/Region: Adaklu Ando, Ho – East Presbytery
Durchführung: Projektkomitee der Evangelischen Gemeinde Adaklu Ando
Kostenübersicht:
Räume und Einrichtung: EUR 970,--
Grundstock an Medikamenten: EUR 1.230,--
Ausbildung des Personals: EUR 200,--
Projektdurchführung und -begleitung: EUR 120,--
Gesamtbedarf: EUR 2.520,--

 

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