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Ingweranbau in Tadjan und Lalamila (KP 1325 / Togo)

Die Rhizome des Ingwers enthalten ätherische Öle, die in der afrikanischen Küche vielfache Verwendung finden.

Noch immer ist unser Bild von Afrika geprägt von Hunger, Armut, Elend, Korruption und kriegerischen Konflikten. In den letzten Jahren hat sich jedoch in Afrika viel verändert. Einige Länder haben erstaunliche Fortschritte erzielt. Allen voran ist eine Gruppe von 15 Ländern, die von dem renommierten Wirtschaftsinstitut McKinsey schon als „African Lions on the Move“ frei übersetzt: „Afrikanische Löwen im Aufbruch“ bezeichnet wurden.

Auch Ghana und in geringerem Maße auch Togo gehören dazu. Viele Faktoren haben zu dieser Entwicklung beigetragen. Die Regierungsführung wurde verbessert; während 1989 nur drei Länder südlich der Sahara von demokratisch gewählten Regierungen geführt wurden, sind es heute 23. Weitere Gründe sind der Aufbau moderner Zivilgesellschaften, weniger kriegerische Konflikte und eine Abnahme der Inflation. Das Wirtschaftswachstum in Asien führt zu einer verstärkten Nachfrage nach Rohstoffen aus Afrika und so zu höheren Einnahmen der afrikanischen Staaten.

Dies alles sind positive Entwicklungen, die die Menschen in den Dörfern bislang jedoch kaum erreicht haben. Noch immer lebt die Mehrzahl der Bevölkerung von der Landwirtschaft, die gerade genug abwirft zum Überleben. Während in den Städten die Entwicklung überall ins Auge fällt, neue Häuser und Straßen gebaut werden und der Straßenverkehr zugenommen hat, scheint in den Dörfern die Zeit stehen geblieben zu sein.

Dies möchten die Mitglieder der Evangelischen Gemeinde in den Dörfern Tadjan und Lalamila nicht hinnehmen. Sie sehen, dass die Armut in ihren Dörfern schon so groß ist, dass bei den Kindern Zeichen von Fehl- und Unterernährung auftreten. Gemeinsam haben sie diskutiert, was sie dagegen tun können. Ihre Idee ist, Ingwer anzubauen. Ingwer ist einfach zu kultivieren. Er ist robust, lässt sich gut lagern, und die Wurzelknollen sind nicht druckempfindlich, was beim Transport auf den schlechten Pisten wichtig ist. Außerdem besteht eine große Nachfrage nach Ingwer auf den umliegenden Märkten. Es sollen jetzt in beiden Dörfern Felder gerodet, urbar gemacht und darauf Ingwer angepflanzt werden. Insgesamt werden für das Projekt EUR 2.415,- benötigt, die von den Menschen in Tadjan und Lalamila nicht selbst aufgebracht werden können.

Auf einen Blick:

Projekt: Rodung von Feldern und Anbau von Ingwer
Ort/Region: Tadjan und Lalamila, Région Centrale
Durchführung: Projektkomitees der Evangelischen Gemeinden
Kostenübersicht:
Rodung EUR 500,--
Setzlinge EUR 1.000,--
Gartengeräte, Lagermaterialien EUR 800,--
Projektdurchführung und -begleitung EUR 115,--
Gesamt EUR 2.415,--