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Ernährungssicherung in Adetikope (KP 1324 / Togo)

Wenn nach der Ernte ein Überangebot an landwirtschaftlichen Produkten entsteht, sinken auf den Märkten die Preise.

In Togo lebt die überwiegende Zahl der Menschen von der Subsistenzlandwirtschaft. Dies ist eine Wirtschaftsweise, bei der ein Bauer seine Ernte hauptsächlich für den Eigenbedarf nutzt und nur einen kleinen Teil verkauft, um Geld für die Dinge zu bekommen, die er nicht selbst produzieren oder herstellen kann. Die Entstehung einer Subsistenzlandwirtschaft beruht auf verschiedenen Faktoren: unfruchtbare Böden, niedrige oder unregelmäßige Niederschläge sowie der Mangel an Land und Arbeitskraft sind Ursachen für geringe Ernten. Aber auch niedrige Preise, oft mit verursacht durch Agrarsubventionen im internationalen Ausland, zwingen die Bauern, ihre Produkte unter dem Produktionspreis zu verkaufen. Die Familien, die auf dem Subsistenzniveau leben, haben keine Reserven und Ersparnisse. Zu dem Zeitpunkt, wenn die Felder abgeerntet werden, sind die Lager schon lange leer. Durch das plötzliche große Angebot auf den Märkten fallen die Preise. Trotzdem sind viele in Ermangelung von Ersparnissen gezwungen, ihre Produkte zu verkaufen. Dies wird von Händlern ausgenutzt, die zur Erntezeit in die Dörfer fahren, um die Nahrungsmittel billig einzukaufen, diese einzulagern und später, wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, überteuert wieder zu verkaufen.

Dies möchte eine Gruppe von Frauen der Evangelischen Gemeinde in dem Dorf Adetikope verhindern. Sie plant, die Grundnahrungsmittel Mais und Bohnen zur Erntezeit zu fairen Preisen aufzukaufen, in einem gemieteten Raum im Dorf einzulagern und später mit einem kleinen Aufschlag wieder zu verkaufen. Ein besonderes Augenmerk soll auf die Verhinderung des Befalls durch Vorratsschädlinge gelegt werden. Die Dimension dieses Problems wird in den Schätzungen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO deutlich, die besagen dass, weltweit Lagerverluste durch tierische Schädlinge von 180 bis 360 Millionen Tonnen Getreide verloren gehen. In Afrika soll die Verlustrate über 30% betragen. Eine Ausbildung in Lagerhaltungstechniken, aber auch Buchführung ist deshalb Teil des Programms. Die Frauen möchten möglichst bald mit ihrem Projekt beginnen. Ihnen fehlt jedoch das Grundkapital zum Kauf der Nahrungsmittel. Deshalb benötigen sie unsere Hilfe.
 

Auf einen Blick:

Projekt: Aufbau eines Nahrungsmittel-Lagers für Mais und Bohnen
Ort/Region: Adetikope / Région Sud-Maritime
Durchführung: Frauengruppe der evangelischen Gemeinde
Kostenübersicht:
Mais und Bohnen EUR 2.560,--
Miete für das erste Jahr EUR 550,--
Säcke, Schaufeln etc. EUR 250,--
Projektdurchführung und -begleitung EUR 170,--
Gesamt EUR 3.530,--

 

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