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Brunnen für Togo (KP 1320)

Durch Spenden an die Norddeutsche Mission konnten schon viele Brunnen gebaut werden. Doch der Bedarf ist noch lange nicht gedeckt.


Führende Forschungsinstitute und Umweltverbände haben in einer wissenschaftlichen Studie belegt, dass die weltweite Wasserknappheit weitaus dramatischer ist, als bislang angenommen. Denn selbst wenn den Menschen in einer Region im Jahr genügend Wasser zur Verfügung steht, bedeutet dies nicht, dass alle immer ausreichend mit Wasser versorgt sind. Es gibt extreme saisonale Schwankungen im Wasserangebot. Die Studie zeigt, dass weltweit sogar 2,7 Milliarden Menschen entlang von 200 Flüssen mindestens einen Monat im Jahr unter Trockenheit leiden.

Ähnlich ist die Situation in Togo. Der Süden erhält mit seinen zwei Regenzeiten zwar mehr Niederschläge als der Norden mit einer einzigen Regenzeit, doch leidet die Bevölkerung in den Trockenzeiten auch hier unter großer Wasserknappheit. Wenn die Wasserstellen versiegen, müssen Frauen und Kinder große Entfernungen zu Fuß zurücklegen, um Wasser zu finden.

Um diesen Menschen zu helfen, engagiert sich die Evangelische Kirche in Togo seit Jahren im Brunnenbau. Viele Brunnen konnten schon angelegt werden, die jetzt die Dörfer mit sauberem Trinkwasser versorgen. Der Bedarf ist jedoch sehr groß, vielen Bitten um Hilfe konnte bislang nicht entsprochen werden. Deshalb möchte die EEPT über die nächsten Jahre so viele Brunnen wie möglich installieren. Dort wo der größte Bedarf besteht und wo das Projekt aktiv und engagiert von der Bevölkerung unterstützt wird, sollen Brunnen entstehen. Dabei ist in Togo von Vorteil, dass über das Jahr genügend Regen fällt, um die Wasserreserven im Boden wieder aufzufüllen, und deshalb mit einer Absenkung des Grundwasserspiegels nicht zu rechnen ist.

Brunnenprojekte haben jedoch eine besondere Problematik: Man kann nie mit Sicherheit sagen, wie hoch die genauen Kosten sein werden. Denn die Bodenverhältnisse sind kleinräumig oft unterschiedlich. Trotz vorheriger geophysikalischer Untersuchungen ist es durchaus möglich, unerwartet auf felsige Gesteinsschichten zu stoßen. In der Vergangenheit war es mehrmals nötig, nachdem zunächst mit dem manuellen Graben eines Brunnens begonnen worden war, dann doch schweres Gerät einzusetzen – mit entsprechenden Mehrkosten.

Die EEPT will sich nicht entmutigen lassen und möchte mit dem Programm weiter machen. Bitte helfen Sie mit, damit möglichst viele Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten.

Auf einen Blick:

Projekt: Anlage von Brunnen in mehreren Dörfern
Ort/Region: überregional
Durchführung: Entwicklungsabteilung der Evangelischen Kirche in Togo
Kostenübersicht: (durchschnittliche Kosten eines Schachtbrunnens)
Werkzeuge: EUR 300,--
Grabung des Brunnens: EUR 1.600,--
Tank, Wasserturm, Leitungen: EUR 2.000,--
Projektdurchführung und -begleitung: EUR 195,--
Gesamtbedarf: EUR 4.095,--