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Seelsorge und Sozialarbeit in Kara (KP 1224/Togo)

Bald werden die Händlerinnen in Kara ihre Waren in Kiosken anbieten können.

„Das ganze Evangelium für den ganzen Menschen“ heißt die Devise der Eglise Evangélique Presbytérienne du Togo (EEPT). Dies bedeutet ganz konkret, dass das Ziel ihrer Arbeit nicht nur das geistliche Wohl und die Verkündigung des Evangeliums ist, sondern der Mensch in der Gesamtheit seiner Bedürfnisse im Fokus steht. Aus diesem Grund hat die EEPT schon früh damit begonnen, sich in verschiedenen Entwicklungsprojekten zu engagieren, um so den Menschen ein würdiges Leben zu ermöglichen. Aus dieser Überzeugung ist eine Vielzahl verschiedener Aktivitäten hervorgegangen. In Gesundheitsstationen und Krankenhäusern werden Kranke behandelt, Aufklärung und Fortbildung dient der Vorbeugung von Krankheiten. In über 100 Kindergärten und Schulen erhalten Kinder und Jugendliche eine Ausbildung und so eine Zukunft. Frauenprogramme unterstützen die Frauen im Kampf um Gleichberechtigung und Selbstständigkeit. Jugendliche erfahren im Jugendprogramm Orientierung und Unterstützung. Die Kirche engagiert sich auch in der Friedensarbeit und für die Demokratisierung des Landes.

Kara im Norden Togos ist mit seinen rund 100.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt des Landes. Der aus dieser Region stammende  langjährige Diktator  Gnassingbé Eyadema hat Kara zu einem Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum im Norden aufgebaut. Profitiert davon haben jedoch hauptsächlich die Mitglieder seiner eigenen Volksgruppe, die Kabye. Andere Gruppen wurden benachteiligt mit der Folge von großen sozialen Unterschieden in der Bevölkerung.

Dies wird auch in der evangelischen Gemeinde in Kara deutlich. Das Ergebnis der sonntäglichen Kollekte im Gottesdienst spricht eine deutliche Sprache, nur umgerechnet wenige Cent finden sich im Klingelbeutel. Die Arbeitslosigkeit besonders unter den Jugendlichen in der Gemeinde ist extrem hoch, viele verlassen Kara, um in den Städten im Süden ihr Glück zu versuchen. Diese Hoffnung ist jedoch meist vergebens, viele enden auf der Straße oder in den städtischen Slums.

Um den Menschen in Kara zu helfen, engagiert sich die evangelische Gemeinde in der Sozial- und Seelsorgearbeit. Dieses Angebot ist nicht nur den Mitgliedern der Gemeinde offen, sondern kann von allen Einwohnern der muslimisch geprägten Stadt in Anspruch genommen werden. Der Bedarf ist groß, die Mittel der kleinen Gemeinde sind jedoch begrenzt. Deshalb hat man sich überlegt, wie diese Arbeit langfristig gesichert werden könnte. Daraus ist die Idee entstanden, kleine Kioske zu bauen und an Händlerinnen zu vermieten. Aus den Mieteinnahmen könnten dann die Sozial- und Seelsorgearbeit finanziert werden. Da der armen Gemeinde das Kapital für den Bau der Gebäude fehlt, hat sie unsere Unterstützung erbeten.

Auf einen Blick:

Projekt: Bau von 2 Kiosken in Kara und Vermietung an lokale Händler zur Finanzierung der Sozial- und Seelsorgearbeit
Ort/Region: Kara / Région du Nord
Durchführung: Projektkomitee der evangelischen Gemeinde
Kostenübersicht:
Werkzeuge: EUR 250,--
Sand, Steine: EUR 1.600,--
Dach, Fenster, Türen: EUR 1.350,--
Projektdurchführung und –begleitung: EUR 160,--
Gesamt: 3.360,--

 

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