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Ernährungssicherung in Notse (KP 1221/Togo)

Vielen Kindern ist die einseitige Fehlernährung anzusehen. Augenbohnen verbessern mit ihrem hohen Anteil an Proteinen und essentiellen Fettsäuren die Ernährung.

Notse ist eine kleine Stadt, 95km nördlich der Hauptstadt Lomé, mit etwa 32.000 Einwohnern. Die wichtigsten ethnischen Gruppen sind die Ewe, die Adja und die Kabye. Trotz des städtischen Charakters leben über 80% der Bevölkerung von der Landwirtschaft. Eigentlich begünstigt das tropisch-heiße Klima in Notse die landwirtschaftliche Produktion. Während der zwei Regenzeiten pro Jahr fällt genügend Niederschlag für den Anbau von Mais, Yams, Sorghum – eine Hirseart – und Gemüse. Die Regenmenge im Laufe der Vegetationsperiode ist nicht der einzig ausschlaggebende Faktor für eine gute Ernte. Der Regen muss auch gleichmäßig fallen. Dies ist gerade in den ersten Wochen der Wachstumsphase wichtig, wenn die jungen Pflanzen noch empfindlich auf Trockenheit reagieren. Genau dies ist ein Problem für die Bauern, da während der Regenzeit durchaus eine mehrwöchige Trockenperiode auftreten kann. Dies führt im schlimmsten Fall zum Totalausfall der Ernte. Die Bauern haben verschiedene Strategien für eine höhere Ertragssicherheit entwickelt. Dazu gehören Mischkulturen von Trockenheitsempfindlichen Pflanzen wie Mais und Trockenheitstoleranten Pflanzen wie Sorghum sowie die zeitversetzte Aussaat auf verschiedenen Feldern.

Zu den Pflanzen, die Trockenperioden ohne große Probleme vertragen, gehört die Augenbohne – auch Niebé oder Cowpea genannt. Sie ist für die Ernährung der Menschen von großer Bedeutung. Mit 25% ist ihr Proteingehalt außergewöhnlich hoch. Die Nutzung ist vielfältig: Die Blätter wie auch die unreifen Hülsen können als Gemüse gekocht werden. Grüne Samen ergeben gekocht ein schmackhaftes und ernährungsphysiologisch hochwertiges Gemüse, sie können aber auch getrocknet und konserviert werden. Letztendlich ist das Laub ein eiweißreiches und wertvolles Tierfutter.

Die evangelische Gemeinde in Notse möchte den Anbau von Augenbohnen in der Region fördern und den Bauern die Möglichkeit geben, gute Preise für ihre Ernte zu erzielen. Gleichzeitig sollen die Verbraucher die Bohnen zu fairen Preisen kaufen können. Dazu soll ein Lagerraum angemietet, Personal ausgebildet und Ausrüstungsmaterialien wie Schüsseln, Wannen, Säcke und als Schutz gegen Schadinsekten, Kunststofftonnen gekauft werden. Die Augenbohnen werden dann zur Erntezeit aufgekauft und während des Jahres mit einem kleinen Aufschlag wieder verkauft. Der Erlös wird der ganzen Gemeinde zu Gute kommen. Der Gemeinde fehlt jedoch das Startkapital, deshalb sind wir um Hilfe gebeten worden.

Auf einen Blick:

Projekt: Ausbildung, Kauf, Lagerung und Verkauf von Augenbohnen (Niebé, Cowpea)
Ort/Region: Notse / Région Centrale
Durchführung: Verwaltungskomitee der Evangelischen Gemeinde
Kostenübersicht:
Grundstock an Augenbohnen: EUR 2.670,--
Ausrüstung: EUR 840,--
Ausbildung: EUR 920,--
Projektdurchführung und -begleitung: EUR 220,--
Gesamt: EUR 4.650,--

 

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