Sie befinden sich hier: Startseite   >   Projekte  >   Projekte 2012  >   Bekämpfung von Buschfeuern in Ho

Bekämpfung von Buschfeuern in Ho ( KP 1251/Ghana)

Buschfeuer sind für einen großen Teil des CO2-Ausstoßes in Afrika verantwortlich.

Buschfeuer sind in Ghana besonders gegen Ende der Trockenzeit allgegenwärtig. Bislang war das Hauptargument im Kampf gegen Buschfeuer ihre negative Auswirkung auf die Bodenfruchtbarkeit. Heute steht jedoch der CO2-Ausstoß der Feuer im Focus. Denn der Treibhausgasausstoß ist 2010 wesentlich schneller gestiegen als prognostiziert. So meldete die Internationale Energieagentur (IEA) für dieses Jahr einen Anstieg des globalen CO2-Ausstoßes um 1.6 Gigatonnen, den höchsten Anstieg seit Beginn der Messungen.

Während 2008 und 2009 die CO2-Produktion aufgrund der Wirtschaftskrise leicht gesunken war, ist der Ausstoß im Zuge der wirtschaftlichen Erholung drastisch gestiegen. Das Ziel, die Klimaerwärmung global auf zwei Grad zu begrenzen, ist nicht mehr realistisch. Wissenschaftler gehen schon von einer zukünftigen Erwärmung um vier Grad aus, mit dramatischen Auswirkungen auf die Menschheit. Der britische Ökonom Nicholas Stern sagte zu einer derartigen Erderwärmung: „Das Ergebnis wäre verheerend. Eine solche Erwärmung würde die Leben Hunderter Millionen Menschen in aller Welt bedrohen, zu Massenmigration und Konflikten führen. Jeder, der bei Verstand ist, würde versuchen, ein solches Risiko drastisch zu reduzieren."

Buschbrände sind eine der Quellen von Kohlendioxid in der Atmosphäre. In Ghana werden die Feuer oft gelegt, um Grasnager (Grascutter, Thryonomys swinderianus) aus dem dichten Busch zu treiben und dann zu jagen. Durch diese Praxis verbrennen jedes Jahr tausende Hektar Buschland. Eine Gruppe von 30 Jugendlichen der EPSU (EPC Schülervereinigung) möchte sich im Kampf gegen den Klimawandel engagieren. Die Jugendlichen planen, Grasnager zu züchten und die Tiere auf den lokalen Märkten zu verkaufen. Damit soll die Jagd auf die Tiere und somit auch die Zahl der Buschbrände verringert werden. Der Erlös aus dem Verkauf wird den nach ihrer Schulzeit häufig arbeitslosen Jugendlichen zu Gute kommen. 2.230,- EUR werden für dieses Projekt gebraucht.

Auf einen Blick:

Projekt: Bau eines Stalls und Zucht von Grasnagern
Ort/Region: Ho / Ho East Presbytery
Durchführung: EPSU (EPC Schülervereinigung)
Kostenübersicht:
Bau eines Stalls: EUR 1.480,--
Zuchttiere und Ausrüstung: EUR 450,--
Ausbildung: EUR 190,--
Projektdurchführung und -begleitung: EUR 110,--
Gesamt: EUR 2.230,--

 

Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterFür dieses Projekt spenden

Dieses Projekt konnte inzwischen mit der Unterstützung von Spenderinnen und Spendern verwirklicht werden. Einen ganz herzlichen Dank an alle, die dabei mitgeholfen haben!

© Norddeutsche Mission 2012