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Wiederaufforstung in Obemla ( KP 1151/Ghana)

Unter den wiederaufgeforsteten Flächen kann sich der Boden wieder regenerieren.

Wenn die Abholzung nicht gestoppt werden kann, wird es in gut 20 Jahren keinen Baum mehr in Ghana geben. Davor warnte der Vizepräsident des Ministeriums für Land und natürliche Ressourcen Henry K. Ford auf einer Konferenz im Jahr 2009. Sein Ministerium stellte fest, dass der Waldbestand von 8,3 Millionen Hektar auf nur noch 1,5 Millionen Hektar zurückgegangen ist. Jedes Jahr gehen weitere 65.000 Hektar verloren. In 23 Jahren wird es in Ghana keinen Wald mehr geben, wenn nicht schnell etwas unternommen wird.

Der Raubbau am Wald ist überall in Ghana erkennbar. Es gibt kaum noch ursprünglichen Regenwald, Stapel mit Feuerholz und große Säcke mit Holzkohle zeugen an den Überlandstraßen vom Ausmaß des Problems. Viele Menschen haben keinen Zugang zu Strom oder Gas zum Kochen, da diese Energiequellen entweder nicht verfügbar oder zu teuer sind. Deshalb fahren LKW über Land, um Feuerholz und Holzkohle zu kaufen und in den Städten mit Gewinn weiter zu verkaufen. Viele Bauern roden ihre Felder am Ende der Trockenzeit mit Feuer, dabei verbrennen oft auch wertvolle Bäume. Ein weiterer Grund für die Abholzung ist die Jagd. Buschland wird angezündet, um die Tiere zur Flucht in offenes Gelände zu zwingen, wo sie leichter erlegt werden können. Die Auswirkungen der Abholzung sind verheerend. Es wird weniger Sauerstoff produziert und CO2 gebunden, der unbedeckte Boden erhitzt sich stärker, Wasser läuft ungenutzt ab und kann nicht von Pflanzen aufgenommen und verdunstet werden, was wiederum negative Auswirkungen auf das Klima hat. Fruchtbarer Boden wird durch die heftigen tropischen Unwetter weggeschwemmt, wenn Bäume die Wucht der Regentropfen nicht mindern. Dies verringert die Bodenfruchtbarkeit und hat negative Effekte auf die Ernten der Bäuerinnen und Bauern.

In der Bevölkerung in Ghana wächst das Bewusstsein für Umweltschutz und die Gefahren des Klimawandels. Deshalb hat sich in dem kleinen Dorf Obemla eine Umweltgruppe in der Evangelischen Gemeinde zusammengetan, um aktiv etwas für die Umwelt zu tun. Neun Frauen und Männer haben sich entschieden, 4.500 Bäume pflanzen. Sie beteiligen sich mit ihrer Arbeitsleistung an dem Wiederaufforstungsprojekt. Da sie die Gesamtkosten des Projekts mit EUR 2.415,-- nicht selbst tragen konnten, haben sie Unterstützung von der Norddeutschen Mission erhalten. Einen herzlichen Dank an alle Spenderinnen und Spender! Einen Bericht können Sie Leitet Herunterladen der Datei einhier herunterladen.

Auf einen Blick:

Projekt: Pflanzung von 4.500 Bäumen
Ort/Region: Obemla / Ho-East Presbytery
Durchführung: Umweltgruppe der Evangelischen Gemeinde
Kostenübersicht:
Gartengeräte: EUR 350,--
2500 Setzlinge: EUR 1.050,--
Landbestellung, Pflanzung, Pflege: EUR 900,--
Projektdurchführung und -begleitung: EUR 115,--
Gesamt: EUR 2.415,--

 

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