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Projekt gegen Buschfeuer in Adaklu - Abuadi (KP 1156/Ghana)

Jedes Jahr vernichten Buschfeuer große Teile der Vegetation in Westafrika.

Jeder kennt die Bilder von riesigen Gnu-Herden, von Antilopen, Gazellen und anderen wild lebenden Tieren aus den ostafrikanischen Ländern Kenia und Tansania oder dem südafrikanischen Namibia oder Südafrika. In Westafrika ist dies anders. Heute gibt es in der westafrikanischen Savanne so gut wie keine wilden Tiere zu sehen. Das Wild ist schon lange vom Menschen gejagt oder aus seinen Lebensräumen verdrängt worden. Damit fehlt aber auch eine wichtige Quelle tierischen Proteins für die menschliche Ernährung. Während in früheren Zeiten die Jagd auf Wild eine wichtige Ergänzung im Speiseplan der Menschen bedeutete und half, einseitige Fehlernährung zu verhindern, kommt bei vielen Familien heute nur noch selten Fleisch auf den Tisch.

Eine Alternative zum Wild ist die große Rohrratte (Thryonomys swinderianus), in Ghana Grasscutter genannt. Diese Tiere sind nicht – wie es der Name vermuten lässt – mit den Ratten, sondern mit den Stachelschweinen verwandt. Sie sind bis zu 60 cm große Nagetiere, die sich von Gräsern, Schilf, aber auch von Feldfrüchten ernähren. Heute sind Grascutter in ganz Westafrika eine Delikatesse, mit der auf den Märkten gute Preise zu erzielen sind. Grasscutter werden deshalb zunehmend gejagt. Da sie sich gerne in hohem Gras oder Buschwerk verstecken, legen viele Jäger Feuer, um die Tiere auf offene Flächen zu treiben. Ein großer Teil der Buschfeuer in Westafrika ist auf die Jagd nach Grasscuttern zurückzuführen.

Buschfeuer zerstören nicht nur die Vegetation und damit den Schutz des Bodens vor Erosion, sie töten auch viele Kleinlebewesen und produzieren CO2 mit den negativen Auswirkungen auf das Klima. Prognosen besagen, dass Afrika besonders stark vom Klimawandel betroffen sein wird. Wasser verknappt zunehmend und in vielen Regionen Afrikas werden die Produktion und die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln stark beeinträchtigt sein.

Die Sorge um die Auswirkungen des Klimawandels wächst auch in Ghana. Dies ist ein Grund, warum die Männergruppe in Adaklu – Abuadi eine Grasscutterzucht aufbauen möchte und durch den Verkauf der Tiere die Jagd mit Feuer eindämmen will. Der Erlös soll zudem ihren Familien und der Evangelischen Gemeinde zugute kommen. Als Startkapital fehlen der Gruppe jedoch noch EUR 1.030,--

 

Auf einen Blick:

Projekt: Verminderung von Buschfeuern durch Aufbau einer Zucht von Grascuttern
Ort/Region: Adaklu - Abuadi / Ho East Presbytery
Durchführung: Männergruppe der Evangelischen Gemeinde
Kostenübersicht:
Ställe: EUR 650,--
Einzäunung: EUR 230,--
Grascutter: EUR 100,--
Projektdurchführung und -begleitung: EUR 50,--
Gesamt: EUR 1.030,--

 

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