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Grundschule für Dzolo (KP 1120)

Bildung ist für die Kinder der Weg aus der Armut in eine bessere Zukunft.

Der Zugang zu Bildung ist für viele Menschen in Westafrika noch lange nicht selbstverständlich. Obwohl Länder wie Ghana, Nigeria oder die Kapverdischen Inseln, in denen ein großer Teil der Bevölkerung lesen und schreiben kann, schon große Fortschritte im Bildungssektor gemacht haben, ist Westafrika weltweit gesehen das Schlusslicht im Bereich Bildung. Über 65 Millionen Menschen sind Analphabeten. Und immer noch werden die Mädchen am meisten benachteiligt: Über 60% der Analphabeten sind Frauen. Viele Familien haben nicht genügend Geld, um die Schulgebühren, Schulhefte und Bücher oder die Schuluniform zu bezahlen. Wenn es um die Frage geht, wer in der Familie die Schule besuchen darf, werden die Jungen bevorzugt. Die Mädchen müssen auf dem Feld mitarbeiten, sie kümmern sich um jüngere Geschwister, werden früh verheiratet oder brechen die Schule ab.

Bildung ist jedoch der beste Weg aus der Armut, sie verbessert die Gesundheit und führt zu einer Senkung des Bevölkerungswachstums. Untersuchungen im Senegal, Niger und Nigeria zeigten, dass dort die Kindersterblichkeit nur halb so hoch war, wenn die Mütter vor der Geburt zur Schule gegangen waren. Es besteht ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Bildung und der Zahl der Kinder in der Familie. Je höher der Bildungsgrad, desto niedriger die Geburtenrate. Denn junge Frauen heiraten später, wenn sie zur Schule gehen und dort zudem über Empfängnisverhütung aufgeklärt werden. Die Regierungen Westafrikas haben der Bildung in ihren Budgets zwar eine Priorität eingeräumt, dies reicht jedoch bei weitem nicht aus. Die Staatseinnahmen sind zu gering, um den riesigen Bedarf an Schulen und Lehrern decken zu können.

So auch in Togo. Die Situation in dem Dorf Dzolo ist exemplarisch für die Situation in Westafrika. Dzolo ist ein Dorf mit rund 3.000 Einwohnern 50km nordwestlich der Hauptstadt Lomé. Es gibt zwar zwei staatliche Grundschulen. Diese sind jedoch vollkommen überfüllt, dürftig eingerichtet, und der Unterricht ist schlecht. Da die Lehrer unterbezahlt sind und oft Nebenjobs haben, fällt der Unterricht häufig aus. Viele Kinder, die dort zur Schule gegangen sind, können kaum Lesen und Schreiben.

Video: Schon in der Grundschule lernen die Kinder Französisch.

 

Die Evangelische Gemeinde möchte den Kindern im Dorf eine Chance für eine bessere Ausbildung geben. Sie hat ein Grundstück zur Verfügung gestellt, auf dem eine Schule mit einfachen Mitteln und in viel Eigenarbeit gebaut werden soll. Eine Schulkommission wurde gegründet und mit der Planung und Durchführung beauftragt. Die Kosten waren mit EUR 4.375,- relativ gering. Aufgrund der allgemeinen Armut konnten die Menschen in Dzolo diesen Betrag jedoch nicht alleine aufbringen. Deshalb hat die Norddeutsche Mission dieses Projekt mit der Hilfe vieler Spenderinnen und Spender unterstützt..

Auf einen Blick:

Projekt: Bau einer Grundschule Ort/Region: Dzolo / Région Sud-Maritime
Durchführung: Schulkommission der Evangelischen Gemeinde
Kostenübersicht:
Baumaterialien: (Steine, Zement): EUR 2.100,--
Sand, Kies: EUR 1.230,--
Bauholz: EUR 460,--
Dachbleche: EUR 375,-
Projektdurchführung und -begleitung: EUR 210,--
Gesamt: EUR 4.375,--

 

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