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Ernährungssicherung in Bassar (KP 1122/Togo)

Die Getreidelager sind meist schon lange vor der nächsten Ernte leer.

Trotz großer Anstrengungen im Kampf gegen den Hunger sind immer noch viele Menschen in Afrika unter- oder fehlernährt. Eines der größten Probleme der kontinuierlichen Ernährungssicherung sind die fehlenden Lagermöglichkeiten für landwirtschaftliche Produkte. In Bassar, einer Kleinstadt im nördlichen Togo, wiederholt sich jedes Jahr das gleiche Szenario: Die Bevölkerung lebt überwiegend von der Landwirtschaft. Der Verkauf der landwirtschaftlichen Produkte ist ihre einzige Einnahmequelle. Wenn Getreide und Bohnen geerntet werden, sind die Einnahmen aus dem Vorjahr schon lange aufgebraucht. Deshalb sind die Bäuerinnen und Bauern gezwungen, ihre Ernte auf dem lokalen Markt zu verkaufen. Da jedoch das Angebot die Nachfrage übersteigt, fallen die Preise, und der Erlös ist nur gering. Dies nutzen Händler aus, die die Nahrungsmittel einlagern und später, wenn das Angebot sinkt, zu überhöhten Preisen wieder verkaufen.

Viele Familien können sich aufgrund der allgemeinen Armut die Nahrungsmittel kaum leisten. Deshalb entsteht die paradoxe Situation, dass in der Zeit, wenn das Land nach der langen Trockenzeit wieder ergrünt ist und die Felder voll mit – noch unreifem – Getreide stehen, die Not und der Hunger am größten sind.

Die Evangelische Gemeinde in Bassar möchte dem entgegen wirken. Zur Erntezeit werden Nahrungsmittel aufgekauft, eingelagert und dann später zu gemäßigten und fairen Preisen wieder verkauft. Um eine ausgewogene Ernährung sicherzustellen, werden nicht nur stärkehaltige Getreide wie Mais und Sorghum-Hirse, sondern auch eiweißreiche Bohnen und Sojabohnen eingelagert. Ein Lagerist hat eine Ausbildung in richtiger Lagerhaltung erhalten, um so die Verluste durch Fäulnis oder Schadinsekten oder –tiere zu minimieren. Der Erlös aus dem Verkauf der Nahrungsmittel wird für die laufenden Kosten und zum Ankauf der neuen Ernte verwendet.

Das Anfangkapital konnte aus Spenden an die Norddeutsche Mission aufgebracht werden. Einen herzlichen Dank an allen Unterstützerinnen und Unterstützer!
Einen Bericht können Sie Leitet Herunterladen der Datei einhier herunterladen.

Auf einen Blick:

Projekt: Aufkauf, Lagerung und Verkauf von Nahrungsmitteln
Ort/Region: Bassar / Région du Centre
Durchführung: Projektkomitee der Evangelischen Gemeinde
Kostenübersicht:
25 Sack Mais: EUR 540,--
25 Sack Sorghum: EUR 610,--
25 Sack Bohnen: EUR 920,--
25 Sack Soja: EUR 540,--
Ausrüstung (Säcke, Paletten etc.): EUR 740,-
Projektdurchführung und -begleitung: EUR 170,--
Gesamt: EUR 3520,--

 

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