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Brunnen in Vodome (KP 1123)

In der Trockenzeit müssen die Frauen große Entfernungen zurücklegen, um Wasser zu holen.

Alle 20 Sekunden stirbt auf der Erde ein Kind durch eine Krankheit, die direkt oder indirekt durch verunreinigtes Wasser verursacht wurde. Diese alarmierende Zahl wurde vor kurzem vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) veröffentlicht. Demnach sind 90 Prozent der Durchfallerkrankungen, an denen 2,2 Millionen Menschen jedes Jahr sterben, auf schmutziges Trinkwasser und mangelnde Hygiene zurückzuführen. Über 50 Prozent der Fälle von Unter- oder Fehlernährung weltweit beruhen nicht auf Mangel an Nahrungsmitteln sondern auf Durchfallerkrankungen oder Wurmbefall. Die Hälfte aller Betten in den Krankenhäusern der Welt ist mit Patienten belegt, die an Krankheiten leiden, die auf unsauberes Wasser zurück zu führen sind. Die Länder südlich der Sahara haben mit 330 Millionen Menschen den höchsten Anteil an der Weltbevölkerung, der keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser hat.

Die Aufzählung dieser erschreckenden Fakten ließe sich weiter fortsetzen. Tatsache ist, dass eine gute Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen der Schlüssel sind, um die Lebensbedingungen in den Städten und in ländlichen Regionen der Entwicklungsländer zu verbessern. Dazu müssen mehr Brunnen und Latrinen gebaut und die Bevölkerung über einfache Maßnahmen zur Verbesserung der Hygiene informiert werden.

In Vodome, einem abgelegenen Dorf in Süd-Togo, ist Trinkwasser ein großes Problem. In der Trockenzeit versiegen die wenigen Brunnen im Dorf, die Frauen müssen dann große Entfernungen zu Fuß in Kauf nehmen, um Wasser zu holen. In dieser Zeit steigen die Wurmerkrankungen gerade bei den Minderjährigen stark an. Kinder sind dabei besonders gefährdet. Das Risiko eines tödlichen Verlaufs von Durchfall ist für junge Menschen im südlichen Afrika etwa 500-mal so hoch wie in den Industriestaaten. Häufige Durchfallerkrankungen führen zu chronischer Mangelernährung und Auszehrung der Kinder. Hierdurch wird ihre gesamte körperliche und geistige Entwicklung beeinträchtigt. Um die Wasserversorgung zu verbessern, wurde nun auf Initiative der Evangelischen Gemeinde ein Brunnen angelegt und mit einem Wasserreservoir ausgestattet. Da die Gemeinde die Kosten nicht selbst tragen konnte, hat Hilfe von der Norddeutschen Mission erhalten.
Einen Bericht können Sie Leitet Herunterladen der Datei einhier herunterladen.

Der Bedarf an Brunnen ist in Togo enorm. Deshalb bitten wir um Unterstützung für die Anlage von Brunnen in weiteren Dörfern. (Bitte bei Überweisungen als Verwendungszweck "Brunnenprogramm Togo" angeben).

Auf einen Blick:

Projekt: Anlage eines Brunnens mit Wassertank
Ort/Region: Vodome / Région Sud Maritime
Durchführung: Projektkomitee der Evangelischen Gemeinde
Kostenübersicht:
Werkzeuge: EUR 260,--
Grabung des Brunnens: EUR 1.300,--
Tank, Wasserturm, Leitungen: EUR 2.000,--
Projektdurchführung und -begleitung: EUR 180,--
Gesamt: EUR 3740,--

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