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Ananasanbau in Notsé (KP 0924)

Auf den Märkten in Notsé besteht eine hohe Nachfrage nach Ananas.

Die Ananas stammt ursprünglich aus dem Süden Südamerikas. Sie wurde schon früh kultiviert, das Anbaugebiet erstreckte sich von Südamerika bis nach Mexiko. Christoph Columbus entdeckte sie 1493 auf der karibischen Inselgruppe Guadeloupe. Durch die Portugiesen wurde sie aber schon bald in den meisten tropischen Gebieten angebaut.

Die Frucht der Ananas entwickelt ein köstliches Aroma und hat einen hohen Zuckeranteil. Die Ananas ist durch ihren hohen Gehalt an Vitamin C und B sowie durch wertvolle Mineralstoffe wie Eisen, Kalium und Mangan von hoher Bedeutung für eine gesunde Ernährung. Die frische Ananas enthält außerdem das Eiweißspaltende Enzym Bromelin, das verdauungsfördernd, durchblutungsteigernd, entwässernd und entzündungshemmend wirken soll.

Die Pflanze selbst hat eher geringe Ansprüche an die Fruchtbarkeit des Bodens. Das Optimum für ihre Entwicklung liegt zwischen 24 und 30 C°. Gegen zu große Trockenheit hat die Pflanze einen einzigartigen Mechanismus entwickelt, um den Wasserverlust durch Verdunstung zu senken. Die Spaltöffnungen der Blätter öffnen sich in Zeiten zu großer Trockenheit nur in der kühleren Nacht, um Kohlendioxid aufzunehmen, das dann in Form von Säuren zwischengelagert wird. Am Tag kann das Kohlendioxid bei geschlossenen Spaltöffnungen für die Photosynthese genutzt werden. Die Früchte der Ananas entwickeln keine Samen, sie werden vegetativ durch Schösslinge vermehrt. 70 % der weltweiten Produktion wird lokal frisch konsumiert. Die Früchte lassen sich zu Saft, Marmelade, Konserven und Trockenobst weiterverarbeiten.

In der Provinzstadt Notsé möchte das Team des landwirtschaftlichen Beratungsprogramms der Evangelischen Kirche in Togo (EEPT) ein brach liegendes Gelände nutzen und dort Ananas anpflanzen. Die Bäuerinnen und Bauern der Region werden hier den Ananasanbau erlernen und Schösslinge verbesserter Sorten bekommen. Der Verkauf der Früchte wird die laufenden Kosten des Projektes decken, und ein kleiner Gewinn wird für Renovierungsmaßnahmen an dem Beratungszentrum genutzt werden. Um das Projekt in Gang zu bringen, braucht das Team jedoch Unterstützung.

Auf einen Blick

Ort/Region: Notsé / Région Sud-Est
Durchführung: Verwaltungsrat des landwirtschaftlichen Beratungsprogramms
Kostenübersicht:
Feldbestellung 1 ha, Düngung: EUR 900,--
60.000 Schösslinge: EUR 3.510,--
Ernte und Vermarktung: EUR 1.000,--
Projektdurchführung und –begleitung: EUR 270,--
Gesamt: EUR 5.680,--

 

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