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Abfallverwertung und Mülltrennung in Sokodé (KP 0925)

Die zunehmende Verwendung von Kunststoffen hat zu einem dramatischen Müllproblem geführt.

Noch vor einigen Jahrzehnten war Müll kein großes Problem in Afrika. Die weit verbreitete Subsistenzwirtschaft, bei der in einem geschlossenen System die wirtschaftliche Leistung der Selbstversorgung dient und auf die Deckung des Eigenbedarfs ausgerichtet ist, bewirkte, dass durch die lokal hergestellten Produkte wenig Abfall anfiel. Was im Dorf auf dem Markt verkauft wurde, konnte nach Gebrauch oft wieder verwendet werden oder bestand aus Materialien, die wieder verrotteten.

Die Situation hat sich heute grundlegend geändert. Afrika steht vor einem Müllproblem mit unvorstellbarem Ausmaß. Der Siegeszug des Kunststoffs und der zunehmende Konsum von Wegwerf-Produkten überfordert die Abfallentsorgungssysteme insbesondere der Städte.

Auch Sokodé, eine Stadt mit etwa 120.000 Einwohnern, steht vor diesem Problem. Die Stadtverwaltung kann den anfallenden Müll nicht mehr entsorgen. Auf den Straßen bilden sich Müllberge, die Stadt ist durch Abfall verschmutzt. Dies hat fatale Folgen für die Gesundheit der Menschen. Es treten vermehrt Fälle von Typhus und Cholera auf, in weggeworfenen Dosen brüten die Anopheles-Mücken, die die tödliche Malaria verbreiten. Die Zahl der Ratten und das Ungeziefer nehmen zu.

Dieser Entwicklung möchte eine Gruppe in der evangelischen Gemeinde Kpangalam nicht mehr tatenlos zusehen. Sie will selbst ihr Stadtviertel sauber halten. Dazu soll eine Mülldeponie eingerichtet und wilde Deponien gesäubert werden. Mülltonnen sollen an öffentlichen Platzen aufgestellt werden. Jugendliche werden Abfall einsammeln und den Müll trennen. Biologisch abbaubare Stoffe werden kompostiert, der Verkauf des Komposts wird zusammen mit einer Unterstützung durch die Stadtverwaltung das Projekt langfristig finanzieren. Ganz wichtig ist auch eine Kampagne, um der Öffentlichkeit das Müllproblem bewusst zu machen und für Müllvermeidung zu werben. Um das Projekt in Gang zu bringen fehlen der Gemeinde jedoch die Mittel. Deshalb hat sie uns um Hilfe gebeten.

Auf einen Blick

Projekt: Aufbau eines Mülltrennungs- und -entsorgungssytems
Ort/Region: Sokodé / Région Centrale
Durchführung: Gemeinderat der evangelischen Gemeinde
Kostenübersicht:
Öffentlichkeitskampagne: EUR 230,--
Kleintransporter: EUR 2.100,--
Deponie (Anlage und Einzäunung): EUR 1.360,--
130 Mülltonnen: EUR 1.480,--
Projektdurchführung und –begleitung: EUR 250,--
Gesamt: EUR 5.420,--

 

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