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Wiederaufforstung in Togo (MP 1511)

Die Jugendlichen haben in einer Baumschule gelernt, wie man die Setzlinge selbst anziehen kann.

Die Eglise Evangélique Presbytérienne du Togo hat die Probleme des Klimawandels erkannt. Um den Auswirkungen zu begegnen, unterstützt sie Wiederaufforstungsaktionen, die auch den lokalen Gemeinden nützen.


In der Region Sud-Plateaux um die Provinzhauptstadt Atakpamé sind die Wälder in den letzten Jahren massiv abgeholzt worden. Zum einen, um Brennholz zu gewinnen, zum anderen um den Boden als Ackerland zu nutzen. „Das ist auf der einen Seite natürlich verständlich“, meint Pastor Kodjo Sueto Vouke Woledzi, Inspektor der Region, also Superintendent oder Kreispfarrer. „Auf der anderen Seite darf das so auf keinen Fall weitergehen. Wir müssen alle etwas gegen die fortschreitende Versteppung tun, und zwar dringend.“

Die Evangelische Kirche in Togo hat das Problem schon seit längerer Zeit erkannt. Als Folge der Abholzung wird ungeschützter fruchtbarer Boden weggespült, große Flächen sind nicht mehr landwirtschaftlich nutzbar. Als eine der Möglichkeiten, den Klimawandel abzumildern, hat die EEPT daher im ganzen Land Wiederaufforstungsprogramme gestartet.

„Wir beteiligen uns an diesen Programmen“, erzählt Pastor Woledzi. „Vor zwei Jahren hatten wir der Norddeutschen Mission ein entsprechendes Projekt mit der Bitte um Förderung zugeschickt. Bisher ist an dieser Stelle noch nicht viel Geld zusammengekommen, aber wir lassen uns nicht entmutigen und fangen mit unseren begrenzten Mitteln selbst an.“ In der Region Sud-Plataux gibt es 178 Gemeinden mit 18.000 Mitgliedern. Zuständig für die Gemeindearbeit sind 20 Pastoren und Pastorinnen, elf Katechisten (Diakone) sowie 13 Katechistenhelfer. „Wir haben die Gemeinden über die Wiederaufforstung informiert und sammeln jeden Monat im Gottesdienst dafür“, berichtet der Inspektor. „Mit Hilfe des evangelischen Landwirtschafts-Beratungszentrum CEPRODED haben wir gerade auf einem drei Hektar großen Stück Land 4000 Teak-Setzlinge gepflanzt. Allerdings“, so der 47jährige weiter, „wissen wir noch nicht, wie viele Pflanzen dauerhaft überleben werden, da es in diesem Jahr extrem wenig geregnet hat.“

Andere Aufforstungsaktionen sind schon vor etwas längerer Zeit gelaufen. So wurden in Amlame eineinhalb Hektar bepflanzt. Und auf einem fünf Hektar großen Stück Land, dass der EEPT geschenkt wurde, sind 1000 Baumsetzlinge gepflanzt worden. Vor einigen Jahren haben die Eltern der Schülerinnen und Schüler der Grundschule in Wli, in der Nähe von Tsévié, einen Hektar mit Teakbäumen angelegt. Durch die regelmäßige Anlage eines Feuerschutzstreifens konnte verhindert werden, dass die empfindlichen jungen Bäume den Buschfeuern zum Opfer fielen. Mit dem Erlös für den Verkauf des Holzes sollen die Gehälter der Lehrer in Wli finanziert werden. Zusätzlich haben die Eltern noch 2500 Ölpalmen gepflanzt, um auch langfristig die Ausbildung ihrer Kinder zu gewährleisten.

„Das Potential ist ja riesig groß“, meint Kodjo Woledzi. „Jede Kirchengemeinde hat Land. Und wenn man es nicht nutzt, können sich fremde Leute, die eingewandert sind, darauf ansiedeln. So ist das bei uns. Außerdem hat man ja nach etwa zehn Jahren den Gewinn. Also müssten eigentlich alle hoch motiviert sein, etwas zu tun.“ Der Pastor selbst geht mit gutem Beispiel voran. Er hat für ein Qualifizierungsprojekt gesorgt, in dem 85 Jugendliche in einer Baumschule ausgebildet wurden. „Mein Traum ist“, sagt er lächelnd, „das jedes EEPT-Mitglied, aber auch wirklich jedes, mindestens einen Baum pflanzt. Aber die Setzlinge kosten natürlich Geld…“

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