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Seelsorge: MP 1711

Für alte und kranke Menschen ist Zuwendung besonders wichtig.

Menschen in besonderen Lebenslagen - wenn sie zum Beispiel alt oder krank sind oder im Gefängnis sitzen - brauchen Unterstützung. Die Evangelische Kirche in Togo (EEPT) versucht, hier zu helfen.

„Seelsorge ist eine der wichtigsten Aufgaben der Kirche“, sagt Pastor Koffi Amedodji. „Wir stehen den Menschen in jeder Situation zur Seite, gerade in einer schwierigen.“ Der 56jährige Vater von zwei Töchtern ist Leiter der Abteilung „Diakonie“ der EEPT. Er hat vier Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und muss mit diesem kleinen Team verschiedene Aufgaben abdecken.

Ein Teil der Arbeit betrifft Besuche im Gefängnis von Lomé. „Normalerweise kümmern sich die Angehörigen um die Strafgefangenen und versorgen sie mit Nahrung“, erzählt Koffi Amedodji. „ Aber viele Insassen haben HIV/Aids oder Tuberkulose. Das gilt bei uns immer noch als Stigma, und die Familien ziehen sich dann zurück. Daher kümmern wir uns um die Betroffenen und bringen ihnen Lebensmittel, Hygiene-Artikel wie Seife und Medikamente ins Gefängnis. Und wir führen Gespräche mit ihnen. Dabei geht es nicht nur um die Schuld, die sie auf sich geladen haben, aber auch darum, ihnen Mut zu machen und eine neue Perspektive aufzuzeigen. Regelmäßig bieten wir Bibelarbeiten und Gottesdienste an und führen Gespräche mit den Familien.

“Die zweite Aufgabe, die das Team zu bewältigen hat, ist die Fürsorge für alte Menschen, die allein leben und sehr arm oder krank sind. Der Familienzusammenhalt sei nicht mehr so wie früher, meint der Pastor. „Und die Zahl der Alten steigt. Viele von ihnen sind bedürftig. Wir können nicht allen helfen, aber immerhin etwa 3000 im Jahr. Das übersteigt im Grunde schon unsere Kräfte.“ Zusätzlich werden regelmäßig Besuche in Krankenhäusern organisiert. Auch hier geht es sowohl um materielle Hilfe für Patienten, die keinen Kontakt zu ihren Angehörigen haben als auch um pastoralen Beistand. „Wir bieten Andachten in einem größeren Raum an und besuchen die Kranken am Bett, wenn das gewünscht wird“, erzählt Amedodji. „Viele können nicht aufstehen, möchten aber, dass wir gemeinsam mit ihnen beten. Das gibt ihnen Kraft und Zuversicht.“

Schließlich sind der Pastor und seine Abteilung auch für die Universität zuständig. Sonntags wird ein Gottesdienst gefeiert, und regelmäßig haben die Studierenden die Möglichkeit, ein Angebot für seelsorgerliche Gespräche wahrzunehmen.Wie ist das alles zu schaffen? Koffi Amedodji lacht: „Ja, das ist sehr viel, das stimmt. Wir arbeiten alle hart, werden aber auch belohnt. Zum Beispiel durch ein Lächeln, wenn wir jemandem helfen konnten. Trotzdem muss sich mittelfristig etwas ändern, wir können diesen großen Aufgabenbereich als kleines Team nicht auf Dauer bewältigen. So haben wir angefangen, Fortbildungen im Bereich der Frauen- und Jugendarbeit der Kirche zu organisieren. Wenn sich mehr Menschen mit den Themen ‚Sozialarbeit, Gesundheit, HIV/Aids’ beschäftigten, kommt das allen zugute.“

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