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Schulwesen in Togo (MP 1707)

An den Schulen in Togo sind Schuluniformen Pflicht.

Die staatlichen Schulen in Togo haben meist kein gutes Niveau. Daher hat es sich die Evangelische Kirche zur Aufgabe gemacht, eigene Schulen zu betreiben.

Pastor Luther Degbovi kennt sich aus mit Leitungsaufgaben in der Verwaltung. Vor einigen Jahren war er Synodalsekretär der Kirche, also Mitglied der Kirchenleitung. „Dann war ich einige Zeit im Ausland“, erzählt er. „In der Schweiz und zuletzt zwei Jahre für die Methodistische Kirche in der Elfenbeinküste. Das erweitert den Horizont, und man lernt überall etwas, das man für die nächsten Aufgaben nutzen kann. “Seit November 2015 ist Degbovi Leiter des kirchlichen Schulwesens.

Der Posten war längere Zeit nur übergangsweise besetzt. Ein neues Stellenprofil wurde erarbeitet, mögliche Bewerberinnen und Bewerber gesichtet. „Ich passte mit meinen ökumenischen Erfahrungen ganz gut zu den Anforderungen“, meint Luther Degbovi, „denn jetzt bin ich nicht nur für die EEPT-Schulen sondern auch für die von zwölf anderen protestantischen Kirchen verantwortlich. Dazu gehören auch die Methodisten – neben Pfingstlern, Baptisten und Adventisten.“ Allerdings liegt der Schwerpunkt bei der EEPT. Sie betreibt mittlerweile landesweit 144 Grundschulen und neun Collèges, das sind kirchliche Gymnasien.Pastor Degbovi hat seine neue Stelle zu einem schwierigen Zeitpunkt angetreten. Normalerweise übernimmt der Staat die Gehälter der Lehrerinnen und Lehrer, auch an den Schulen in freier Trägerschaft. Allerdings ist die Anzahl der Stellen nie der steigenden Bevölkerungszahl angepasst worden. Die Kirche hat nun auf eigene Kosten mehr Lehrpersonal eingestellt, damit die Klassen nicht zu groß werden und weiterhin ein guter Unterricht gewährleistet werden kann.

„Zur Zeit stecke ich in sehr schwierigen Verhandlungen“, berichtet der Leiter des Schulwesens. „Die Gehälter der Lehrer sind jetzt nämlich unterschiedlich hoch, da der Staat mehr bezahlt. Aber wir als Kirche sind bereits an unser Limit gegangen. Trotzdem wird das natürlich als ungerecht empfunden, und die Stimmung an den Schulen, an denen es zwei verschiedene Gehaltsstufen gibt, ist nicht gut.“ Degbovi verhandelt daher mit den staatlichen Stellen, damit diese möglichst bald den fehlenden Betrag bei den kirchlichen Lehrergehältern übernehmen.

Darüber hinaus möchte der 55jährige auch inhaltliche Schwerpunkte setzen. Ihm ist es wichtig, dass zusätzliche Themen in den Lehrplan der Schulen aufgenommen werden. So setzt er sich für den Bereich „Bewahrung der Schöpfung/ Umwelt/ Klimawandel“ ein.  „Außerdem sollten die Schülerinnen und Schüler mehr über andere Religionen wissen“, sagt Luther Degbovi. „Wenn wir uns gegenseitig besser kennen, können wir uns auch leichter tolerieren und in Frieden miteinander leben. Am besten wäre es natürlich, diese neuen Themen schon in der Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer zu verankern.“

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