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Radio Ephphata / Togo (MP 1809)

Francis Gumedzoe hat Journalistik in Mali und Frankreich studiert und ist einer der Moderatoren des Radios.

In Afrika können immer noch viele Menschen nicht ausreichend lesen. Daher hat das von der Eglise Evangélique Presbytérienne du Togo (EEPT) betriebene Radio eine große Bedeutung.


Ein kleines Schild auf dem Gelände des Collège Protestant, des Evangelischen Gymnasiums in Lomé, weist den Weg. Blaue Schrift auf weißem Grund: Radio Ephphata. Leicht zu übersehen. „Aber die Menschen müssen uns ja auch nicht unbedingt hier besuchen“, lacht Francis Gumedzoe. „Sie sollen uns auf der Skala ihres Radios finden. Unsere Frequenz ist 105.1.“

Der 25-jährige ist Moderator bei Ephphata, dem Radio der Evangelischen Kirche von Togo. Dafür muss er manchmal ziemlich früh aufstehen. „Wir senden jeden Tag von fünf bis 22 Uhr, sonntags bis 23 Uhr“, erzählt er. „Aber ich mache das sehr gern, auch die Frühschicht.“ In den Anfangsjahren sei das Studio mehrfach umgezogen, berichtet Gumedzoe. „Wir hatten im ersten Studio nur einen großen Raum. Und die Radiotechnik war sehr einfach“, so der Moderator. „Jetzt stehen uns mehrere kleinere Räume zur Verfügung, was die Arbeit erleichtert. Dann kann einer von uns moderieren -wir senden ja live -, während andere eine Sendung vorbereiten oder die Dienstpläne besprechen.“

Das Team besteht aus zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Zwei von ihnen sind fest angestellt, die anderen arbeiten stundenweise ehrenamtlich und erhalten eine Aufwandsentschädigung. Die Einnahmen des Radios sind gering, denn kommerzielle Werbung ist laut staatlicher Zulassung nicht erlaubt. Es können nur private Termine von Sitzungen, Hochzeiten oder Beerdigungen gesendet werden. Das kostet umgerechnet jeweils 75 Cent.

Nachdem ein Gewitter vor einiger Zeit die Sendetechnik vollständig zerstört hatte, beschloss die Redaktion, die Neuanschaffung professioneller zu gestalten. Freiwillige reisten durch das ganze Land und machten in den EEPT-Gemeinden Werbung für den Radiosender. Mit den eingeworbenen Spenden und Hilfe aus Deutschland konnte sich Radio Ephphata deutlich verstärken. Während man das Programm in den ersten Jahren nur in einem Umkreis von 100 Kilometern empfangen konnte, ist die Reichweite nun durch die Errichtung eines Sendemastes auf dem Agou-Berg auf 300 Kilometer ausgedehnt.

„Und es lohnt sich“, ist Francis Gumedzoe überzeugt. „Wir senden als kirchliches Radio religiöse Inhalte wie zum Beispiel Gottesdienste auf Ewe und Französisch und Kirchenmusik. Aber wir haben auch Informationen über gesundheitliche Themen, HIV-Prävention oder Erziehungsfragen im Programm – auf Ewe und Kabye, was vor allem im Norden Togos gesprochen wird.“ Der Moderator ist überzeugt von seiner Aufgabe: „Mein Vater war Pastor und wollte immer viele Menschen erreichen. Ich möchte das auch, wenn auch auf einem anderen Weg. Ich hoffe, dass wir bald auch im Norden des Landes zu hören sind, doch für einen weiteren Sendemast fehlen uns bisher die Mittel.“

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