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Bildungszentrum in Atakpamé/Togo (MP 1811)

Viele der Pastorinnen und Pastoren der Evangelischen Kirche in Togo wurden am Zentrum in Atakpamé ausgebildet.

Für jede Kirche ist es wichtig, sich um eine gute Ausbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu kümmern. Die Evangelische Kirche in Togo betreibt daher das theologische Bildungszentrum in Atakpamé.

Oberhalb der Stadt Atakpamé liegt das Evangelische Ausbildungszentrum der EEPT. Das weitläufige Gelände liegt auf einem Hügel, von dem man einen schönen Blick auf den Ort und die Umgebung hat. „Das fällt allen Besuchern auf, die zu uns kommen“, meint Kossi Adzado, „dieser besonderen Atmosphäre kann sich niemand entziehen.“

Der Pastor ist Dozent und vertritt den Direktor des Zentrums, der zu seinem kranken Vater fahren musste. „Wir haben hier im Moment 40 Studierende. 23 im ersten Jahr, sieben im zweiten und zehn im dritten Jahr der Ausbildung“, erzählt er. „Leider ist allerdings der Frauenanteil sehr gering.“ Voraussetzung für die theologische Fortbildung ist das Abitur sowie die Ausbildung zum Katechisten (Diakon). Am Ende steht ein Diplom in Theologie, an das sich eine praktische Phase in einer Kirchengemeinde anschließt – vergleichbar mit dem Vikariat in Deutschland. Schließlich werden die Absolventen zu Pastorinnen und Pastoren ordiniert.

Für die Lehre sind zwei Dozenten in Vollzeit fest angestellt sowie zwölf Honorarkräfte auf Stundenbasis. „Unser Lehrplan ist sehr umfassend“, erläutert der 58-jährige Adzado. „Da sind zum einen die theologischen Fächer wie Neues und Altes Testament, Dogmatik, Systematische und Kontextuelle Theologie, Griechisch, Hebräisch, Ethik, Philosophie und Seelsorge. Zum anderen unterrichten wir auch afrikanische Geschichte und Islamwissenschaften. Wir haben Sorge, dass die Auseinandersetzungen aus anderen afrikanischen Ländern, vor allem aus Nigeria, auf Togo übergreifen. Daher ist es wichtig, den Islam gut zu kennen.“ Es bleibt allerdings nicht nur beim akademischen Diskurs. Das Ausbildungszentrum Atakpamé organisiert auch Diskussionsveranstaltungen mit christlichen Kirchenführern und muslimischen leitenden Geistlichen. Außerdem engagieren sich Vertreter beider Religionen gemeinsam bei HIV/Aids-Kampagnen. Schließlich stehen auf dem Lehrplan des Zentrums auch Seminare, die sich mit Friedens- und Menschenrechtsarbeit und der gewaltfreien Lösung von Konflikten beschäftigen.

Die Studierenden müssen pro Ausbildungsjahr 350.000 Franc CFA (=530 Euro) bezahlen. Für diejenigen, die bereits als Katechisten bei der EEPT arbeiten, übernimmt die Kirche allerdings den Betrag. „Das Schulgeld deckt die Lehrveranstaltungen und die Unterkunft ab“, erklärt Kossi Adzado. „Alle wohnen bei uns auf dem Campus in Doppel- oder Mehrbettzimmern. Dazu kommt noch die Verpflegung, aber die Studierenden kochen in der Regel selbst.“ Gerade ist eine neue Bibliothek auf dem Gelände fertig gestellt worden. „Das ist großartig“, meint der Pastor. „Allerdings fehlt uns noch die Einrichtung und die Ausstattung mit Computern.“

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