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Kindergottesdienst in Togo (MP 1709)

Oft findet der Kindergottesdienst in der benachbarten Schule statt.

In der Eglise Evangélique Presbytérienne du Togo (EEPT) besuchen tausende Jungen und Mädchen den Kindergottesdienst. Hier lernen auch die Kleinen schon früh die Kirche und den Glauben kennen.

Pastor Kossi Folly war vor einigen Jahren beim kirchlichen Verband COPFEDES im Programm „Frauen und Kinder“ beschäftigt. Jetzt ist er innerhalb der Evangelischen Kirche in Togo zuständig für den Kindergottesdienst und den Konfirmandenunterricht. „Es ist eine wunderbare Arbeit - ich liebe Kinder“, erzählt er. „Bei uns schicken alle Eltern, die Kirchenmitglieder sind, ihre Kinder jeden Sonntag in den Gottesdienst. Sie selbst besuchen in der Zeit den Gemeindegottesdienst. So kommen schon jeweils mehrere hundert Kinder und Jugendliche zusammen.“

Damit der Gottesdienst dem Alter gemäß gestaltet werden kann, bilden sich jeweils vier Gruppen. Die jüngsten sind drei bis fünf Jahre alt, die mittleren sechs bis sieben und acht bis zehn Jahre und die ältesten elf bis 14 Jahre.„Meine Aufgabe ist es, Material zu entwickeln, das in den verschiedenen Gruppen genutzt werden kann“, erklärt Folly. „Bei den Kleinen ist es wichtig, dass viel getanzt, gesungen und Theater gespielt wird. Auch so kann man biblische Inhalte vermitteln. In der Gruppe der Ältesten beginnen wir schon mit dem Konfirmandenunterricht, das ist häufig ein fließender Übergang.

“Eine weitere wichtige Aufgabe für den Pastor ist die Ausbildung der ehrenamtlichen Kindergottesdienstmitarbeiterinnen und –mitarbeiter. Da gibt es zwei Stränge: Zum einen hat der 58jährige einen Fern-Kurs am PC entwickelt, den Interessierte belegen können. Das hat den Vorteil, dass auch verstreut wohnende Ehrenamtliche die Möglichkeit haben, sich fortzubilden. Der Nachteil: Nicht alle haben Strom und einen Computer, den sie benutzen dürfen. „Das läuft trotzdem, und dadurch, dass ich jeden Monat ein neues Thema setze, ist es auch interessant“, so Kossi Folly. „Allerdings sind die Camps, die ich in den Sommerferien in den Regionen anbiete, besser besucht. Die meisten Ehrenamtlichen sind zwischen 15 und 30 Jahre alt. Die wollen sich auch direkt treffen und austauschen und auch mal Spaß miteinander haben. Je nach Region nehmen daran zwischen 30 und 90 junge Leute teil.

“Allerdings fallen so natürlich Ausgaben an. Die EEPT übernimmt die Unterbringung und Verpflegung. Aber auch die Fahrtkosten zu den Fortbildungscamps können viele Ehrenamtliche nicht selbst aufbringen. „Da müssen wir uns etwas einfallen lassen“, meint Pastor Folly. „Vorstellbar wäre zum Beispiel, dass an einem Sonntag im Jahr landesweit die Kollekte für die Kindergottesdienstarbeit bestimmt wird. Das würde noch nicht alle unsere finanziellen Probleme beseitigen, aber es wäre ein Anfang.“

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