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Jugendarbeit/Togo: MP 2001

Pastor Ewovor vor einem Wandbild. Sport ist ein wichtiger Teil der Jugendarbeit.

Jugendarbeit ist eine wichtige Säule der kirchlichen Arbeit – auch für die Eglise Evangélique Presbytérienne du Togo (EEPT). Schließlich sind die jungen Menschen die Zukunft der Kirche.

Kodzo Honoré Ewovor ist seit drei Jahren Landesjugendpastor der Evangelischen Kirche von Togo. „Außerdem bin ich aber auch für die Internationale Frankophone Gemeinde in Lomé zuständig“, erzählt er. „Ich versuche, beiden Arbeitsbereichen gerecht zu werden, aber das ist nicht immer einfach.“ Die togoische Kirche ist landesweit in sechs Regionen aufgeteilt, in die Ewovor regelmäßig reisen muss. „Das ist spannend, weil ich so unser Land und die EEPT viel besser kennenlerne, als wenn ich nur in der Hauptstadt arbeite. Aber es kostet natürlich auch Zeit und Geld. Ich habe kein zuverlässiges Auto und muss daher häufiger den öffentlichen Transport in Anspruch nehmen.“ Jugendarbeit gibt es in jeder Gemeinde, in den kirchlichen Distrikten und Regionen sind dafür auch kleine Büros vorgesehen. Eine Aufgabe des Landesjugendpastors ist es, die dort ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig zu besuchen, sie zu beraten und Fortbildungen für sie zu organisieren.

„Wenn der Kontakt gut ist“, meint Ewovor, „erkenne ich, welche Themen bei den Seminaren angesprochen werden sollten, wo genau der Bedarf nach Weiterbildung besteht. Zusätzlich veranstalten wir in der EEPT an jedem ersten Sonntag im März einen Jugendtag. Da geht es um Bibelarbeiten, aber zum Beispiel auch um die Entwicklung von Führungskompetenzen.“ Alle zwei Jahre organisiert der Pastor ein nationales Jugendcamp, zu dem Delegierte aus allen sechs Regionen kommen. Die Themen dort sind breit gefächert. Sie reichen von Umweltschutz über Sexualität, Beziehungsproblemen bis zur Handy-Sucht. „Neue Impulse kommen immer wieder dadurch zustande, dass wir mit internationalen Organisationen zusammenarbeiten“, erzählt Kodzo Ewovor. „2018 hatten wir eine Konferenz zum Thema Frieden, an der acht Jugendliche aus der Elfenbeinküste teilgenommen haben. Dort gab es vor einigen Jahren einen Bürgerkrieg. Und bei uns in Togo kommt es im Norden immer wieder zu ethnischen Auseinandersetzungen - daher war das Thema für uns alle sehr wichtig.“

Der Jugendpastor hat viele Ideen, umsetzen kann er nicht alle, aus Mangel an Zeit und Geld. Etwas Unterstützung hat er durch zwei Jugendliche, die zweimal in der Woche ehrenamtlich in seinem Büro tätig sind, vor allem wenn er auf Reisen ist. So ist zumindest eine gewisse Präsenz gewährleistet. „Aber ich wünsche mir, dass jungen Menschen viel mehr zugehört wird, in den Gemeinden, überall. Im letzten Jahr habe ich Taizé besucht und war unglaublich beeindruckt. Es müsste auch bei uns viel bessere Strukturen geben, damit Jugendliche ein offenes Ohr finden. Sie wollen ja reden, sich austauschen. Wenn es so einen Ort geben würde, vielleicht mit ehrenamtlich tätigen Psychologen…man könnte problematische Entwicklungen frühzeitig erkennen und dem entgegen steuern. Man könnte junge Menschen auch viel leichter für die Kirche gewinnen.“

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