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Gymnasium in Lomé/Togo: MP 2009

Sénamé Afatolo ist stolz auf die guten Ergebnisse ihrer Schülerinnen und Schüler.

Gute Schulen sind die Basis für eine umfassende Ausbildung von Kindern und Jugendlichen – ganz besonders in einem Land mit einer schwierigen wirtschaftlichen Lage. Deshalb liegt dieses Thema auch der Eglise Evangélique Presbytérienne du Togo (EEPT) sehr am Herzen.

Sénamé Patience Deh Afatolo ist Direktorin eines Collège, eines kirchlichen Gymnasiums. Es liegt in Lomé-Agbalépédogan. „Unsere Schule ist jetzt gerade 25 Jahre alt geworden“, erzählt sie stolz. Die Gegend gehört zu den ärmeren Vierteln von Lomé. Gezielt entschloss sich die Evangelische Kirche in den 1990er Jahren, hier eine Schule zu gründen.

„Mittlerweile sind bei uns 1812 Jungen und Mädchen eingeschrieben“, erläutert Afatolo. „Und erfreulicherweise ist das Geschlechterverhältnis praktisch ausgeglichen.“ Die Kinder und Jugendlichen teilen sich auf 36 Klassen auf und werden von insgesamt 67 Lehrerinnen und Lehrern von sieben Uhr bis 13 Uhr 30 unterrichtet. Die Schule ist offen für Angehörige aller Religionen, hat aber ein christliches Profil. Jeden Morgen wird eine zehnminütige Andacht gehalten, und auf dem Lehrplan steht auch Religionsunterricht.

„Unsere Abiturienten erzielen sehr gute Ergebnisse“, so die Direktorin. „Bessere als die der staatlichen Schulen und auch der katholischen Collèges. Das macht mich richtig froh. Trotzdem bleibe ich weiter ehrgeizig. Ich wünsche mir noch bessere Resultate und noch mehr Schülerinnen und Schüler. Deshalb machen wir auch gezielt Werbung für unsere Einrichtung.“

Die Schule erhält kaum staatliche Unterstützung, lediglich zwei Lehrer werden von der Behörde bezahlt. Das heißt, Sénamé Afatolo muss sehr genau planen. Das Schulgeld beträgt für die jüngeren Schüler 38.000 FCFA im Jahr, das sind 58 Euro, die älteren zahlen etwas mehr.  Außerdem hat die Schule bereits 2002 mit Hilfe von Spenden an die Norddeutsche Mission eine Pilzzucht gestartet. Die Jungen und Mädchen lernen so eine Möglichkeit kennen, den Lebensunterhalt zu verdienen, und der Verkauf der Pilze an die Hotels in der Stadt führt zu einem guten Zusatzeinkommen für die Schule.

Außer den Unterrichtsräumen gibt es eine Krankenstation und eine Bibliothek. „Und die Eltern haben sich auch engagiert“, berichtet die Schulleiterin begeistert. „Sie haben einen Sportplatz eingerichtet und ein Gebäude mit Umkleidekabinen gebaut. Sport ist wichtig für die Entwicklung der Kinder. Wir unterrichten auch hier Jungen und Mädchen gemeinsam - wie in den anderen Fächern. Und freitags ist das Training auch für Jugendliche offen, die nicht die finanziellen Möglichkeiten haben, auf unsere Schule gehen. Auch das ist uns wichtig.“

Doch die Direktorin denkt schon weiter. Sie wünscht sich einen großen Versammlungsraum für alle Schülerinnen und Schüler sowie einen PC-Raum mit einer ausreichenden Anzahl an Computern. Das gehöre heutzutage unbedingt zu einer guten Schulausbildung, sagt sie.

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