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Gesundheitsstation in Farende (MP 1409)

Da in den Dörfern geeignete Räume fehlen, finden viele Treffen im Freien statt.

In Togo werden Gesundheitsstationen auf dem Land von den Menschen recht häufig aufgesucht. Die kurzen Entfernungen und die persönliche Betreuung werden als große Vorteile angesehen.

Francois Kpami freut sich: Die EEPT-Gesundheitsstation Farende konnte vor kurzem neu gestrichen werden. „Meiner Meinung nach sollten ganz besonders Einrichtungen, die mit Medizin zu tun haben, regelmäßig renoviert und in Schuss gehalten werden“, sagt der 30jährige. „Die Menschen, die zu uns kommen, müssen das Gefühl haben, dass es hier ordentlich ist und Hygiene-Standards eingehalten werden. Das geht nicht, wenn das Gebäude heruntergekommen aussieht.“

Kpami ist 2008 nach Farende gekommen. Seitdem leitet er die Gesundheitsstation. Für ihn war der Wechsel aus der Hauptstadt Lomé keine leichte Entscheidung. Farende liegt weit im Norden des Landes, 33 Kilometer nordöstlich von Kara, der Hauptstadt der Nordregion. Es ist ein kleiner Ort, und in diesem Teil des Landes gibt es wenig Infrastruktur. „Meine Frau und mein Kind sind in Lomé geblieben“, erzählt der Stationsleiter. „Dort gibt es mehr Möglichkeiten, vor allem für die Ausbildung der Kinder. Wir sehen uns drei, vier Mal im Jahr. Schließlich habe ich nur 10 Tage im Jahr Urlaub. Das ist sehr schade, aber ich hatte einen besonderen Grund, hierher zu kommen. Mein Bruder wurde schwer krank, und ich brauchte eine Stelle, bei der ich etwas mehr verdiene als vorher. Jetzt kann ich meinen Bruder finanziell unterstützen. Aber mittlerweile ist mir die Arbeit hier auch sehr ans Herz gewachsen.“

Die Gesundheitsstation bietet einige Möglichkeiten: ambulante oder stationäre Behandlung, Begleitung bei Geburten, ein kleines Labor und eine Apotheke. Zum Team gehören Krankenschwestern, Hebammen, Laboranten und Apothekenhelferinnen. „Wir behandeln Lungenkrankheiten und Probleme, die durch Parasiten entstehen wie zum Beispiel die Wurmkrankheit Bilharziose“, berichtet Francois Kpami. „Dazu kommen kleine chirurgische Eingriffe, Blutarmut und schwere Durchfälle. Malaria ist allerdings das größte Problem. Besonders in der Regenzeit steigt die Zahl der Malaria-Patienten enorm an. Dann ist unsere Station mit Menschen geradezu überfüllt.“

Zusätzlich stehen Präventionsmaßnahmen auf dem Programm. So gibt es regelmäßig  Impfaktionen. Außerdem bietet das Team jungen Müttern an, ihre Babys und Kleinkinder in bestimmten Abständen zu wiegen. Damit kann eine mögliche Fehlernährung frühzeitig erkannt werden. Wenn nötig schließt sich eine Ernährungs- und Hygieneberatung an. Alle diese Termine werden häufig mit Themen wie Familienplanung oder HIV/Aids-Prophylaxe gekoppelt. Auf diese Weise erreichen die Mitarbeitenden der Gesundheitsstation auch Menschen, die Scheu vor dieser Thematik haben.

Die Gebühren sind möglichst niedrig gehalten, an das Einkommen der ländlichen Bevölkerung im Norden angepasst. So bezahlt man für eine Konsultation umgerechnet 30 Cent. Die Begleitung einer Schwangerschaft mit Vorsorgeuntersuchungen kostet einen Euro. „Wir sind eben auch eine Einrichtung der evangelischen Kirche“, meint der Leiter. „Wir wollen, dass Kranke auch zu uns kommen können, wenn sie nicht so viel Geld haben. Darüber hinaus sprechen wir mit den Patienten über alle Nöte, die sie haben. Egal, welcher Natur. Und wenn sie es wünschen, beten wir auch gemeinsam.“

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