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Gesundheitsstation in Farende (MP 1803)

Ohne die Gesundheitsstation in Farende hätten die Menschen im Umkreis keine ausreichende Gesundheitsversorgung.

Gesundheitsstationen sind für die Menschen auf dem Land die einzige Möglichkeit, sich medizinisch behandeln zu lassen. Daher betreibt auch die Evangelische Kirche in Togo einige, darunter die in Farende.

Um von Togos Hauptstadt Lomé nach Farende im Nordosten des Landes zu gelangen, muss man weit fahren, oft auf sehr schlechten Pisten. Es ist ein kleiner Ort, in diesem Teil des Landes gibt es wenig Infrastruktur. Nach Kara, der Hauptstadt der Nordregion sind es 33 Kilometer, zur nächsten Stadt im benachbarten Benin 15 Kilometer. Und es ist sehr heiß – auch für togoische Verhältnisse.

Hier findet man eine Gesundheitsstation, die seit 2008 von Francois Kpami geleitet wird. Stolz zeigt er auf die gepflegte Anlage: „Wir versuchen, in kleinen Schritten alles zu renovieren. Gerade haben wir neue Moskitonetze vor den Fenstern angebracht. Und vor einiger Zeit haben wir Zierpflanzen gepflanzt. Die Kranken, die zu uns kommen, sollen einen positiven Eindruck haben und sich hier gut aufgehoben fühlen.“

Einige der Gebäude sind jetzt nicht mehr für die Patienten da, sondern zu Dienstwohnungen der Angestellten umgebaut worden. Das ist eine wichtige Voraussetzung, damit überhaupt medizinisches Personal in eine abgelegene Gegend kommt. Trotzdem gibt es viele Wechsel, was das Arbeiten nicht leichter macht. „Wenn wir voll besetzt sind, sind wir zu zwölft“, erzählt der Stationsleiter. „Ich bin Gesundheitsassistent, dann haben wir Krankenschwestern, Hebammen, Pflegehelfer, pharmazeutisch-technische Assistenten für die Apotheke und jemanden für das Labor.“


Die meisten Patientinnen und Patienten, die zur Gesundheitsstation kommen, leiden an Malaria. Außerdem werden schwere Durchfälle, Lungenkrankheiten und Probleme, die durch Parasiten entstehen wie zum Beispiel die Wurmkrankheit Bilharziose, behandelt. „Es ist immer jemand von uns hier, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche“, betont Kpami. „Manche Krankheiten sind zu gefährlich, da können die Betroffenen nicht einfach am nächsten Tag wiederkommen. Und man sieht, dass wir gebraucht werden. Es lassen sich hier etwa 300 Kranke pro Monat von uns behandeln.“

Der Stationsleiter ist mit viel Engagement dabei. Er habe Medizin und Sozialarbeit verbinden wollen, sagt er. Und für ihn sei es eine Frage der Solidarität, gerade den Menschen abseits der Städte zu helfen. „Aber natürlich habe ich auch Sorgen“, so der 34-Jährige. „Eine Behandlung kostet bei uns 200 Franc CFA (= 30 Cent). Das ist für die Leute zum Teil viel, aber es ist nicht genug, damit wir hier alles gut in Schuss halten können. Wir bekommen zwar Unterstützung von der EEPT, vom Staat und von einer schweizerischen Nichtregierungsorganisation, aber das reicht oft nicht. Ein Dach ist undicht, wir müssen Wände streichen und brauchen einen neuen Kühlschrank für die Impfdosen.“


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