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Gemeinden in der Diaspora (MP 1411)

Die Mitglieder der Gemeinde in Niamey treffen sich regelmäßig in einem angemieteten Wohnhaus.

Die EEPT ist mittlerweile nicht nur in Togo zu finden. Inzwischen gibt es kleine wachsende Gemeinden in den Nachbarländern Burkina Faso, Mali und im Niger. Mit ganz spezifischen Problemen.

Ouagadougou ist die Hauptstadt von Burkina Faso, dem Land, das nördlich an Togo angrenzt. Hier ist Jésus Dogbe seit zwei Jahren Pastor. „Die Gemeinde wurde im Jahr 2000 von Mitgliedern der togoischen und ghanaischen Diaspora gegründet“, erklärt er. „Sie besteht heute aus 200 Gemeindegliedern, 40 davon sind Kinder. Die Erwachsenen arbeiten bei internationalen Organisationen, die ihren Sitz in Ouagadougou haben oder sind Studierende der Medizin oder auch anderer Fächer, die hier eher einen Studienplatz bekommen haben als in ihrem Heimatland.

“Die Gemeinde hat vor einiger Zeit im Stadtzentrum ein 300 Quadratmeter großes Gelände gekauft und darauf eine Kirche, ein Büro und eine kleine Wohnung für den Küster errichtet. Trotz der wenigen Mitglieder gibt es jetzt einen großen Chor, eine Posaunengruppe, einen Frauenbibelkreis und eine Gruppe für jüngere Frauen. „Für die Jugendlichen veranstalten wir regelmäßig Seminare“, erzählt Jésus Dogbe. „Dabei geht es um handwerkliche Fähigkeiten, um Lieder und Tänze oder darum, wie man ein kleines Geschäft aufzieht. Die jeweilige Leitung der Workshops übernehmen Gemeindemitglieder.“

Seit zwei Jahren gäbe es auch eine kleine Gemeinde mit etwa 50 Mitgliedern in Bamako in Mali, berichtet der Pastor weiter. Vier Mal im Jahr würde eine Gruppe aus Ougadougou dorthin reisen, um sie zu besuchen und zu unterstützen. „In beiden Ländern gibt es für uns Christen keinerlei Probleme mit den Muslimen oder mit den staatlichen Behörden“, freut sich Dogbe. „Aber finanziell können wir natürlich nicht viel bewegen und wären für eine Unterstützung von außen sehr dankbar.“Finanzielle Probleme hat auch die Gemeinde von Pastor Koffi Omeli Doumegna in Niamey im Niger. Hinzu kommt, dass die Gemeinde gerade Diskussionen über verschiedene Frömmigkeitsstile hinter sich hat. „Deshalb sind viele weggeblieben. Leider.“ Doumegna seufzt. „Als ich hier vor zwei Jahren als Nachfolger von Jésus Dogbe begann, kamen gerade mal 100 Menschen zum Gottesdienst. Jetzt sind es glücklicherweise zumindest 230. Wir haben für die Charismatiker und die traditionell ausgerichteten Gemeindeglieder einen Kompromiss gefunden: es gibt nun im Gottesdienst ein individuelles Gebet, aber kein lautes, sondern ein stilles. Damit können beide Seiten leben.“

Die Gemeinde hat im Stadtteil Koubia ein Grundstück vom Staat bekommen mit der Auflage, eine Schule zu errichten. Zwei Schulklassen konnten bisher mit großer eigener finanzieller Anstrengung errichtet werden. Doch der Schulbetrieb ist noch nicht aufgenommen, weil es Vorbehalte bei der muslimischen Bevölkerung gibt. „Dabei ist der Niger laizistisch, mit einer klaren Trennung von Religion und Staat. Deshalb wollen wir auch eine eigene kleine Kirche bauen“, meint der Pastor. „Im Moment sind wir zur Miete in einem Wohnhaus untergebracht. Das ist keine gute Situation, und wir wollen uns nicht verstecken.“

Koffi Doumegna ist optimistisch, was die Zukunft angeht. „Wir sind auf einem guten Weg“, meint er. „Wir feiern unsere Gottesdienste auf Ewe, Französisch und Zarma, einer der wichtigsten Sprachen hier - neben Haussa. Damit können wir viele Menschen ansprechen. Und wir haben schon regelmäßig 100 Kinder im Kindergottesdienst.“

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