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Frauenarbeit in Togo (MP 1501)

Die meisten Frauen in der Evangelischen Kirche in Togo sind in Gruppen organisiert, die sich regelmäßig treffen.

Frauen stellen mehr als die Hälfte der Mitglieder der Evangelischen Kirche von Togo (EEPT). Sie organisieren sich in verschiedenen Vereinigungen, um gemeinsam zu lernen, sich zu unterstützen und die Entwicklung des Landes voran zu bringen.


Christine Dzamessi strahlt: „Ich mache die Arbeit für und mit Frauen schon so lange – aber ich bin immer noch sehr froh und glücklich darüber. Es ist einfach schön, Frauen auf ihrem Weg beistehen zu können und Erfolge zu sehen.“ Christine arbeitet bei COPFEDES, einer von mehreren Frauenorganisationen der Evangelischen Kirche in Togo.

Eine andere sind die „Jeunes Femmes“, die Jungen Frauen. Sie gibt es seit 50 Jahren in fast jeder Gemeinde der EEPT. Die Gruppen treffen sich zwei oder drei Mal in der Woche, lesen gemeinsam die Bibel, erlernen Fähigkeiten, die sie für ihren Lebensunterhalt nutzen können und engagieren sich sozial. Eine große Bedeutung hat die interne Fortbildung, um das dauerhafte Bestehen der Gruppen über Generationen hinweg zu gewährleisten. So haben im letzten Jahr 320 Frauen an einer Ausbildung zur Gruppenleiterin teilgenommen. Im August 2013 trafen sich 900 Frauen zu einem landesweiten, einwöchigen Seminar zu den Themen „Bessere Lebensqualität, Frieden und menschliche Würde“.

Auch die sozialen Initiativen lägen den Frauen am Herzen, berichtet die Leiterin der „Jeunes Femmes“, Awoènam Klo-Kudzu. Den Schwerpunkt bildete im letzten Jahr das Verteilen von Kleidung an Bedürftige und die Einrichtung eines Kindergartens.  Mangelnde finanzielle Möglichkeiten beschränkten jedoch das Engagement der Gruppen. Immer wieder gäbe es junge Mädchen und Frauen in besonderen Notlagen, die Hilfe bräuchten. Da stießen die „Jeunes Femmes“ schnell an ihre Grenzen.

Zurück zu Christine Dzamessi. Die Leiterin von COPFEDES versucht, gemeinsam mit anderen Organisationen der EEPT ein umfassendes Programm in allen sechs Regionen des Landes zu etablieren: „Es geht uns darum, dass alle Menschen die Möglichkeit haben, am Leben umfassend teilzunehmen, dass sie ihre Rechte kennen, dass sie ihren Lebensunterhalt verdienen können. Und es geht uns um nachhaltige Entwicklung.“

Zur Zeit sind 16 Dörfer in ganz Togo neu in dieses vielfältige, auch von „Brot für die Welt“ unterstützte Programm aufgenommen. Davon profitieren sollen nicht nur Frauen, sondern auch Männer und Kinder. Um die hygienischen Bedingungen zu verbessern und Krankheiten einzudämmen, werden Latrinen gebaut. In einigen Dörfern hat COPFEDES Alphabetisierungsprogramme für Erwachsene gestartet. In anderen Gegenden ist das vorherrschende Problem der Wassermangel. Gemeinsam mit der Bevölkerung werden dort Brunnen angelegt.

„Wichtig sind uns aber auch die Bürgerrechte“, erzählt Christine Dzamessi. „In einem Dorf haben wir festgestellt, dass allein 30 Kinder keine Geburtsurkunde hatten. Wir haben dann die Familien von der Notwendigkeit eines solchen Dokuments überzeugt und sind gemeinsam mit ihnen zur Verwaltung gegangen, um sie zu unterstützen. Jetzt gibt es auch offiziell 30 Menschen mehr in Togo!“

In anderen Dörfern liegen die Hauptprobleme bei mangelnder Gesundheit und Fehlernährung. Hier ist dann auch die Kindersterblichkeit sehr hoch. „Da ist es gut, dass wir uns hauptsächlich an die Frauen wenden“, meint die COPFEDES-Leiterin. „Frauen sind für die Ernährung in den Familien zuständig. Wenn wir sie erreichen und sie informieren, wie sich gesundes Essen zusammensetzt, was man anbauen und wie man kochen kann – dann haben wir immer auch gleich die ganzen Familien erreicht.“BU: Die meisten Frauen in der Evangelischen Kirche in Togo sind in Gruppen organisiert, die sich regelmäßig treffen.

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