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Corona-Nothilfe in Togo und Niger: MP 2202

Gottesdienste sind begrenzt - unter Auflagen wie dem sorgfältigen Messen der Temperatur - wieder möglich.

Die Covid-19-Pandemie hat die ganze Welt erfasst. Die ärmeren Länder haben darunter ganz besonders zu leiden. Deshalb hat die Norddeutsche Mission einen Corona-Nothilfe-Fonds aufgelegt.

„In der Folge des Lockdowns haben wir alle große Probleme“, erzählt Aboubacar Issaka, Pastor der Gemeinde in Niamey-Terminus in Niger. „Wir hatten Ausgangssperren, und Märkte, Schulen und Kirchen wurden geschlossen. Viele Menschen haben ihre Arbeit verloren.“ Aus dem Nothilfe-Fonds der NM konnten bereits einige Mittel überwiesen werden. Dadurch war die Gemeinde in der Lage, ihren Verpflichtungen nachzukommen und ihre Mitglieder zu unterstützen. „Wir haben die Wasser- und Stromrechnungen der Gemeinde beglichen“, erläutert der Pastor. „Und vor allem Nahrungsmittelpakete besorgt und an bedürftige Gemeindemitglieder verteilt, mit Reis, Mais, Nudeln und Öl.

“In Togo sieht die Lage nicht anders aus. Die Arbeitslosigkeit ist enorm hoch, viele Angestellte, die noch ihre Beschäftigung haben, bekommen nur ein halbes Gehalt. Staatliche Hilfsmaßnahmen sind sehr begrenzt. Inzwischen führt die wachsende Armut zu Hunger und Mangelernährung, vor allem bei den Kindern. Die Gesundheitssysteme sind überfordert. Auf der einen Seite mit der Behandlung von Corona, auf der anderen Seite auch finanziell, da viele Kranke aus Geldnot oder Angst vor Ansteckung nicht mehr ins Krankenhaus gehen wollen. Das Bildungssystem kam wegen der Schließung der Schulen zum Erliegen. Nur in wenigen Fällen konnte digitaler Unterricht durchgeführt werden. Und nach der Wiedereröffnung der Schulen haben viele Familien kein Geld für die Schulgebühren.

Immer noch haben nicht alle Gemeinden die Erlaubnis wiedererlangt, Gottesdienste abzuhalten. Entsprechend fehlen dort die Kollekten, die für die Einnahmen der Gemeinden eine große Rolle spielen. Mit Hilfe der Spenden verteilt die Kirche nun Lebensmittel, Seife und Trinkwasser. Paul Avinou, ehemaliger Moderator (Kirchenleitender) der Eglise Evangélique Presbytérienne du Togo, hat sein Augenmerk vor allem auf Schülerinnen und Schüler gelegt. „Wir verteilen an den weiterführenden kirchlichen Schulen Pakete mit Masken und Desinfektionsmitteln“, berichtet er. „Und wir schulen die Jugendlichen im sachgemäßen Gebrauch. Es sind mit Unterstützung des Nothilfefonds bereits 8500 Masken gekauft und verteilt worden, aber wir brauchen natürlich noch deutlich mehr.“ Avinou plant, die Gründung von „Anti-Covid-Clubs“ an den Schulen zu unterstützen. Die Mitglieder lernen, wie man eine Ansteckung verhindern kann und sollen dann ihr Wissen an ihre Mitschülerinnen und Mitschüler weitergeben.

„Wir werden noch sehr lange mit der Corona-Pandemie zu tun haben“, befürchtet Paul Avinou. „Die ärmeren Länder wie Togo erhalten kaum Impfstoff. Und wenn, dann teilweise zu höheren Preisen als die europäischen Länder. Es wird also lange dauern, bis ein Großteil der Bevölkerung geimpft sein wird. Wir als Kirche leisten da übrigens auch Überzeugungsarbeit, da manche Menschen große Vorbehalte gegenüber dem Impfen haben.“

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