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COPFEDES in Togo (MP 1607)

Christine Dzamessi hat als Dorfberaterin angefangen, für das Frauenprogramm zu arbeiten. Heute ist sie die Leiterin des Evangelischen Frauenverbands für Entwicklung und Solidarität – COPFEDES.

In der Evangelischen Kirche in Togo (EEPT) gibt es mehrere Frauenvereinigungen. COPFEDES hat sich vor allem die Entwicklung auf dem Land zur Aufgabe gemacht.

Christine Dzamessi leitet den „Evangelischen Frauenverband für Entwicklung und Solidarität – COPFEDES“. Heute ist sie in Sokodé in der togoischen Zentralregion. „Ich pendele zwischen Kpalimé, wo unsere Geschäftsstelle ist und Sokodé“, erzählt sie. „Hier betreiben wir ein Zentrum für Fortbildungen, da bin ich natürlich öfter auch als Referentin gefragt.“

COPFEDES begleitet – unterstützt auch von Brot für die Welt/ Evangelischer Entwicklungsdienst – die Dorfbevölkerung dabei, Lösungen für ihre jeweiligen strukturellen Probleme zu finden. Die Mitarbeiterinnen sind in drei der sechs Regionen des Landes unterwegs, die anderen drei werden vom Team des ländlichen Entwicklungszentrums CEPRODED abgedeckt. „Es geht viel um die Verbesserung der Infrastruktur“, berichtet Christine Dzamessi. „Und zwar für Frauen, Männer und Kinder. Wir helfen dabei, Brunnen zu bauen oder Kinderspielplätze mit einfachen Geräten auszustatten. Wir zeigen aber auch, welche Vorteile verbesserte Öfen im Vergleich zu den traditionellen haben. Die brennen nämlich besser, verbrauchen weniger Holzkohle und erzeugen weniger Rauch, der die Augen schädigt.“ Außerdem beraten die COPFEDES-Mitarbeiterinnen Gemeinden, die Aufforstungsprojekte oder Baumschulen planen. In den Tagungszentren in Kpalimé und Sokodé schließlich werden ehrenamtliche Mitarbeiterinnen fortgebildet.

Zusätzlich engagiert sich das Team von Christine Dzamessi in Guerinkouka. Dieser Distrikt liegt in der Zentralregion Togos an der Grenze zu Ghana und ist extrem abgelegen. In fünf Dörfern gibt es allerdings kleine EEPT-Gemeinden. „In Guerinkouka haben wir ein besonderes Problem“, meint die COPFEDES-Leiterin. „Viele Erwachsene können hier nicht lesen und schreiben. Entweder mussten sie als Kinder ihren Eltern auf dem Feld helfen oder die Familie konnte das Schulgeld nicht aufbringen. Deshalb bieten wir Alphabetisierungskurse an, an denen bisher 26 Erwachsene zwischen 20 und 40 Jahren teilgenommen haben. Der Bedarf ist erheblich größer, aber es kostet natürlich Geld, die ehrenamtlichen Kursleiterinnen und -leiter auszubilden und die Arbeitsmaterialien zu besorgen.“

Da festgestellt wurde, dass viele Kinder in Guerinkouka überdurchschnittlich häufig krank sind, hat COPFEDES dort auch ein Gesundheitsprogramm gestartet. Es richtet sich an 0- bis 5-Jährige und ihre Mütter. Die Mitarbeiterinnen informieren über die notwendigen Impfungen und führen sie auch durch. Außerdem werden Babys und Kleinkinder regelmäßig gewogen, um Fehlernährung frühzeitig zu erkennen und mit einer Ernährungsberatung gegenzusteuern. „Wir werden sicherlich bald feststellen können, dass sich die Gesundheit der Kinder verbessert hat“, freut sich Christine Dzamessi.

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