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Weiterführende Schule in Tado / Togo (MP1901)

In Theater-Sketchen zeigen die Schülerinnen und Schüler, wie wichtig ihnen eine gute Schulausbildung ist.

Bildung ist der Schlüssel für Entwicklung. Das weiß auch die Evangelische Kirche von Togo (EEPT) und engagiert sich daher im Schulwesen – gerade auch in Gegenden, die wenig Infrastruktur haben.

Tado ist ein kleiner Ort mit etwa 2000 Einwohnern in der Region Moyen Mono, östlich der Provinzhauptstadt Notse und dicht an der Grenze zu Benin. Die Region gilt auch innerhalb Togos als sehr abgelegen, praktisch ohne Infrastruktur, geprägt von Armut. „Umso wichtiger ist es, dass die Kirche sich hier engagiert“, meint Agbéko Amouzou. Der 55-Jährige ist seit 2017 Direktor des Collège Protestant von Tado; vorher war er in der Blindenarbeit bei der Katholischen Kirche beschäftigt. „Es geht hier deutlich anders zu als in größeren Städten“, erzählt er. „Wir haben zum Beispiel zahlreiche Schülerinnen und Schüler, die die Schule mit drei Jahren Verspätung besuchen. Und von November bis März hatten wir kein Wasser vor Ort. Der nächste Brunnen ist aber sechs Kilometer entfernt. Das bedeutete, dass viele Schüler später oder gar nicht zur Schule kamen, weil sie für ihre Familien Wasser holen mussten.“

Doch die Zahl der Anmeldungen für die weiterführende Schule steigt. Mittlerweile werden 397 Jugendliche aus Tado und den umliegenden Dörfern in sieben Klassen unterrichtet, 254 Jungen und 143 Mädchen. Allerdings stehen dafür nur vier Räume zur Verfügung. „Schwierig ist außerdem die Finanzierung“, berichtet Amouzou. „Wir benötigen 18.000 FCFA Schulgeld pro Schuljahr von jedem Jugendlichen, sonst kommen wir nicht über die Runden. Das sind zwar umgerechnet nur 27 Euro, aber das ist für manche Familie zu viel – erst recht, wenn es um mehrere Kinder geht.“ Die Norddeutsche Mission finanziert mit Hilfe von Spenden ein Stipendienprogramm, das auch Kindern ärmerer Familien den Schulbesuch ermöglicht. Außerdem müssen die Schulbücher nicht unbedingt selbst angeschafft werden, weil das Collège mit Hilfe von Spenden an die NM eine Schulbibliothek einrichten konnte.

Die Schule ist offen für alle. Laut dem Direktor sind daher nicht alle Schülerinnen und Schüler Mitglieder der Evangelischen Kirche. Einige sind Muslime, andere Anhänger der traditionellen afrikanischen Religionen. „Aber wir laden dazu ein, unseren Glauben kennen zu lernen“, erzählt Agbéko Amouzou. „Das Fach Ethik ist Pflicht, und zu unseren Andachten am Montag und Freitag und den zusätzlichen Gottesdiensten ist jeder willkommen.“

Für die Zukunft hat der Direktor einige Pläne. Der wichtigste ist der Bau von weiteren Räumen, damit die Schülerinnen und Schüler besser unterrichtet werden können. Und gern würde er auch blinde Jugendliche an der Schule aufnehmen, hat er doch selbst bereits mit Blinden gearbeitet und weiß um den Mangel an diesen speziellen Schulplätzen. Allerdings fehlt bisher für beide Vorhaben die finanzielle Basis.

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