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Christliche Aus – und Fortbildung: MP 1907

Besonders im Norden des Landes ist der Islam weit verbreitet.

Eine Kirche ist nur dann gut aufgestellt, wenn ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gut ausgebildet sind. Daher gibt es bei der Eglise Evangélique Presbytérienne du Togo eine Abteilung, die dieses Ziel kontinuierlich im Blick hat.

„Ich bin seit vier Jahren verantwortlich für das Referat 'Christliche Aus- und Fortbildung'“, erzählt Franck Agbi-Awume. „Ich habe in Kamerun Theologie studiert und war in der EEPT unter anderem im Jugendbereich und als Pastor der französischsprachigen Gemeinde in Lomé tätig.  Daher habe ich einiges gesehen außerhalb der normalen Gemeindearbeit und bin immer mehr zu der Überzeugung gekommen, dass eine gute Ausbildung enorm wichtig ist.“

So betreut der Pastor zum Beispiel die Studierenden der togoischen Kirche, die in Theologie promovieren wollen – momentan sind es zehn. Sie studieren in Porto-Novo in Benin bis zum Master und wechseln dann ins kamerunische Yaoundé, um dort ihren Doktor zu machen. Die meisten gehen anschließend nach Togo zurück, wo sie in Atakpamé an der Theologischen Hochschule lehren. „Ich begleite sie während des Studiums, damit sie sich Schwerpunkte wählen, die in Atakpamé gebraucht werden“, erläutert Agbi-Awume.

Allerdings geht es auch um ganz bodenständige Dinge. Viele Dorf-Gemeinden können ihre Pastoren und Pastorinnen nicht halten, da die Gehälter sehr gering sind, es aber auf dem Land kaum Möglichkeiten gibt, etwas dazu zu verdienen. Daher organisiert Franck Agbi-Awume eine Fortbildung für zwanzig Theologen und Katechisten (Diakone), in der Kenntnisse vermittelt werden, wie man kleine Einkommen schaffende Unternehmen im ländlichen Milieu aufziehen kann.

„Zusätzlich biete ich Workshops in Kpalimé an, in denen es um den Aufbau und die Struktur unserer Kirche geht“, berichtet der Leiter der Abteilung „Christliche Bildung“. „Und das verbinde ich mit Themen wie Führungskompetenzen und erkläre, wie sich Pastoren und Pastorinnen unserer Kirche verhalten sollten. Da kann es sonst auch Fallen geben oder zu Missverständnissen kommen.“ Regelmäßig tauscht sich der 58-Jährige mit der Schwesterkirche, der E.P. Church, Ghana aus. Geplant ist, ein gemeinsames Profil für Pastoren zu erarbeiten, das alle Facetten des Berufs beinhaltet wie Predigt, Seelsorge, Bibelkunde und Wissenschaft. Gern würden die beiden Kirchen ein Austauschprogramm für ihre Pastorinnen und Pastoren etablieren, das zum Ziel hat, die Arbeit im jeweils anderen Land besser kennenzulernen.

Schließlich führt Agbi-Awume den christlich-islamischen Dialog fort. Dazu werden Pastoren und Imame eingeladen, und man nimmt sich mehrere Tage Zeit, um theologische Fragen zu diskutieren. Genauso geht es aber auch um das konkrete Zusammenleben von Christen und Muslimen oder die Planung von gemeinsamen Informationskampagnen zu HIV und Aids. „Das ist sehr spannend und hat greifbare positive Auswirkungen“, meint der Pastor. „Leider ist mein Budget allerdings so begrenzt, dass ich solche Treffen nicht so häufig wie nötig organisieren kann.“

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