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Theologie- und Musikseminar in Peki/Ghana: MP 2207

Auch Saxophon-Unterricht steht auf dem Stundenplan.

In Peki betreibt die Evangelisch-Presbyterianische Kirche in Ghana eine Ausbildungsstätte für kirchlichen Nachwuchs. Hier werden sowohl Theologie als auch Kirchenmusik unterrichtet.

Die Anlage ist weitläufig und sehr gepflegt. Zwischen kleineren, meist weiß gestrichenen Häusern sind Grünflächen angelegt. „Das ist hier wirklich eine schöne Atmosphäre“, sagt Pastor Dr. Francis Yao Amaglo, Direktor des Seminars. In Peki kann man Theologie und Musik studieren. Die meisten Studentinnen und Studenten, nämlich 65 Prozent, kommen aus der E.P.Church, 20 Prozent aus Charismatischen oder Pfingstkirchen, zehn Prozent sind Methodisten und fünf Prozent gehören der Katholischen Kirche an.

„Wir haben den Musikstudiengang 2020 von zwei auf drei Jahre erweitert und vermitteln jetzt zusätzliche Kenntnisse“, erzählt Amaglo. „Auf dem Stundenplan stehen unter anderem Klassische Musik, Kirchenmusik, Komposition und Chorleitung. Die Studierenden erlernen auf jeden Fall Klavier oder Keyboard und Blasinstrumente. Seit einem Jahr bieten wir auch Gitarre, Geige und Bratsche sowie die ghanaische Flöte Atenteben an. Zusätzlich beschäftigt sich der Fachbereich mit afrikanischen Tänzen und mit zeitgenössischer Popmusik. Die Studierenden bilden Bands und treten auch bei verschiedenen Gelegenheiten auf.“ Am Ende des Studiums steht ein Diplom in Kirchenmusik. Anschließend arbeiten die Absolventen in Kirchengemeinden, viele gehen aber auch zu den Orchestern der Polizei, des Militärs oder der Feuerwehr.

Der Theologie-Fachbereich ist auf den zukünftigen Beruf ausgerichtet, Studium und Praxis in den Gemeinden wechseln sich ab. Zukünftige Katechistinnen und Katechisten (Diakone) belegen die Einführung in das Alte und Neue Testament, Dogmatik, Systematische Theologie, Predigtlehre und Liturgie, Gemeindemanagement, Religionsunterricht und Seelsorge, Mission und Evangelisation sowie Religionswissenschaften. „Außerdem unterrichten wir auch einige ghanaische Sprachen und Kommunikation. Wir wollen ja, dass sich die Absolventinnen und Absolventen in ihrer zukünftigen Gemeinde gut verständigen können und gehört werden“, meint der Leiter des Seminars. „Auch das Theologie-Studium dauert jetzt nicht mehr zwei, sondern drei Jahre. Wenn man noch länger studiert, kann man auch Pastor oder Pastorin werden. Außerdem bieten wir ein zusätzliches Programm an für Laien, die bisher ehrenamtlich theologische Funktionen in ihren Kirchengemeinden ausgeübt haben. Meist ist das in kleinen Gemeinden auf dem Land der Fall. Interessierte können bei uns Kurse mit mehreren Modulen belegen. Der Unterricht findet an Wochenenden in Präsenzform statt, ansonsten per Fernstudium.

“Insgesamt sind zurzeit 81 Studierende eingeschrieben, 20 im Musikbereich, 61 bei den verschiedenen Theologie-Angeboten. Schwierig sei jedoch zunehmend die Finanzierung für die meisten Studentinnen und Studenten, so der Direktor. Für die Vollzeitstudiengänge müssen pro Semester 180 Euro gezahlt werden. Stipendien gäbe es kaum noch. Manche erhielten allerdings von ihren Gemeinden wenigstens eine kleine Unterstützung.

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