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Theologie- und Musikseminar in Peki / Ghana (MP 1211)

Das weitläufige gepflegte Gelände des Seminars bietet ein gutes Lernumfeld für die Studenten.

In Peki in der ghanaischen Volta-Region betreibt die Evangelical Presbyterian Church eine Ausbildungsstätte für den eigenen kirchlichen Nachwuchs. Das Besondere: hier werden sowohl Katechisten als auch Kirchenmusiker ausgebildet.

Mcwilson Kwaku Atakro und Olivia Quampah strahlen, wenn sie Besucher über das Gelände des Seminars in Peki führen. Der Direktor und seine Stellvertreterin sind stolz und sehr glücklich, hier arbeiten zu können. „Das ist einzigartig, dass Theologie und Musik gemeinsam an einer Ausbildungsstätte unterrichtet werden“, meint Pastor Atakro. „Ich wüsste nicht, wo es eine solche Einrichtung noch gibt. Es herrscht hier eine ganz besondere Stimmung. Beide Fachrichtungen befruchten sich gegenseitig.“

Zur Zeit haben sich 22 Studentinnen und Studenten in Theologie eingeschrieben. Voraussetzung ist das Abitur, einige haben aber auch schon einen Master-Abschluss an einer anderen Hochschule gemacht, bevor sie nach Peki kommen. „Bei uns läuft die Ausbildung im Augenblick in Form eines zweijährigen sogenannten Sandwich-Kurses“, erklärt Pastorin Quampah. „Das heißt, dass sich immer ein Monat Theorie bei uns im Seminar und zwei Monate Praxis in der Gemeinde abwechseln. Nach Abschluss der Ausbildung arbeiten unsere Studierenden dann als Katechisten und kennen ihr zukünftiges Arbeitsfeld bereits genau.“

Nach dem Ende des jetzigen Lehrgangs soll eine erweiterte Ausbildung angeboten werden. Dafür gibt es bereits 67 Bewerber, darunter etwa ein Viertel Frauen. Nach der Zeit in Peki ist bei dieser Ausbildung eine zusätzliche zweijährige Zeit in der Gemeinde vorgesehen, an dessen Ende die Ordinierung stehen kann.

„Wir erheben momentan 400 Ghana Cedis im Jahr an Studiengebühren, das sind ungefähr 230 Euro“, berichtet Direktor Atakro. „Da Unterkunft und Verpflegung darin enthalten sind, ist das ein vergleichsweise geringer Betrag. Trotzdem ist es nicht allen Studierenden möglich, diese Summe aufzubringen. Manchmal springen dann die Gemeinden ein, aus denen die Betroffenen kommen oder in denen sie bei ihren Praxiseinheiten arbeiten. Aber auch das klappt nicht immer. Daher wäre es gut, wenn wir in unserem Budget einen Posten hätten, um in solchen Fällen Unterstützung leisten zu können.“

Die Abteilung Musik hat zur Zeit 14 Studenten. Nach einem zweijährigen Vollzeitstudium, das Kirchenmusik, Komposition, Afrikanische Musik, Theater und das Spielen von Orgel, Blechblasinstrumenten und Trommeln umfasst, verlassen die Studierenden das Seminar in Peki mit dem Abschluss „Kirchenmusiker“. „Unsere Musik-Ausbildung ist in ganz Ghana bekannt“, erzählt Olivia Quampah. „Es kommen auch Studenten, die anderen Kirchen angehören, vor allem der Katholischen Kirche, zu uns. Allerdings ist es anschließend nicht leicht für die Kirchenmusiker, sich selbst und ihre Familien zu ernähren. In der E.P.Church können die Gemeinden ihren Musikern nur Teilzeitstellen oder Honorare anbieten. Viele gehen daher zu anderen Kirchen. Das ist eigentlich sehr schade.“

Im Seminar selbst ist man jedoch sehr erfinderisch, was die Finanzierung angeht. Bereits jetzt bietet das Sekretariat der Ausbildungsstätte gegen eine Gebühr Sekretariatsdienste wie zum Beispiel Fotokopieren für die Bewohner des Ortes Peki an. Geplant sind ein Internet-Café und Computer-Kurse für Jugendliche. „Noch brauchen wir finanzielle Unterstützung von der E.P.Church, aber unser Ziel ist es, so bald wie möglich materiell unabhängig zu sein“, sind sich Atakro und Quampah einig.

Video: Das Gelände des "Peki-Seminary"

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