Sie befinden sich hier: Startseite   >   Programme  >   Ghana  >   Theologie- und Musikseminar in Peki

Theologie- und Musikseminar in Peki / Ghana (MP 1804)

Die Studentinnen und Studenten lernen am Seminar unterschiedliche Musikstile.
Um die Kosten niedrig zu halten helfen die Studierenden aktiv mit Yams, eine Knollenfrucht ähnlich unserer Kartoffel, anzubauen.

In Peki in der ghanaischen Volta-Region betreibt die Evangelische Kirche eine Ausbildungsstätte für kirchlichen Nachwuchs. Das Besondere: Es werden sowohl Theologie als auch Kirchenmusik unterrichtet.

„Hier herrscht eine ganz besondere Stimmung“, meint Pastor Dr. Elias Newell. „Zum einen ist Peki mit seiner 150jährigen Geschichte das älteste Seminar in Westafrika. Zum anderen ergänzen sich die beiden Fachrichtungen, die wir unterrichten, in idealer Weise.“

Zurzeit haben sich 30 Studierende in Theologie eingeschrieben, ein Drittel von ihnen ist weiblich. Voraussetzung ist das Abitur, einige haben aber auch schon einen Abschluss an einer anderen Hochschule. Das zweijährige Studium ist auf den zukünftigen Beruf ausgerichtet, Studium und Praxis in der Gemeinde wechseln sich ab. Nach Abschluss der Ausbildung können die Absolventen ohne große Anlaufschwierigkeiten als Katechistinnen und Katechisten arbeiten. „Allerdings fällt es nicht allen leicht, das Schulgeld von 8,50 Ghana Cedis, also 2 Euro, pro Unterrichtstag zu zahlen“, berichtet Seminar-Leiter Newell. Manchmal bekämen sie Unterstützung von den Gemeinden, aber er wünsche sich, dass Peki selbst einige Stipendien vergeben könnte.

„In unserem Musik-Zweig bieten fünf Lehrkräfte Unterricht in afrikanischer und europäischer Musik sowie in Kirchenmusik und Sakro-Pop an“, erzählt der 67jährige Vater von drei erwachsenen Kindern. „Am Ende beherrschen unsere Studierenden alle Sparten – es kommt aber auch zu spannenden Kombinationen. Zusätzlich zu der Unterstützung durch die Norddeutsche Mission wird der Unterricht auch durch Spenden aus den USA gefördert. Die 27 jungen Männer und drei Frauen müssen aber trotzdem noch umgerechnet je 120 Euro bezahlen, sonst ist mein Budget nicht ausgeglichen.“

Die Studierenden kommen nicht nur aus der E.P.Church sondern auch aus anderen Kirchen, vor allem der Katholischen Kirche. Nach dem offiziellen Abschluss als „Kirchenmusiker/Kirchenmusikerin“ stehen ihnen mehrere Möglichkeiten offen. Sie können in ihren Gemeinden arbeiten oder an der Universität weiter studieren. Viele gehen auch zu den Orchestern der Polizei, Feuerwehr oder zum Militär. Dort seien die Verdienstmöglichkeiten bedeutend besser, erläutert Pastor Newell.


Im Prinzip sei er wirklich glücklich hier, erzählt der Leiter zum Abschluss, während er auf die sehr gepflegte Anlage schaut. Nur manchmal sei es zum Verrücktwerden: „Wir haben eine extrem schlechte Internet-Verbindung über ein Modem. Breitband per Satellit würde dem Seminar enorm helfen.“

Für dieses Programm spenden

Diese Seite als pdf-Datei herunterladen

© Norddeutsche Mission 2017