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Spirituelles Heilungszentrum in Ghana (MP 1610)

Es sind überwiegend Frauen, die mit ihren Problemen zum Heilungszentrum kommen.

Zahlreiche Menschen wünschen sich von der Kirche eine individuelle spirituelle Begleitung. Die Evangelical Presbyterian Church, Ghana hat für dieses Bedürfnis einen besonderen Ort gefunden.

Ein 2 Meter 50 hohes weißes Holzkreuz prägt den gepflegten Platz, der von Bäumen umgeben ist. Zahlreiche Stühle sind für Besucherinnen und Besucher bereit. „Wir versuchen, hier eine besondere Atmosphäre zu schaffen“, sagt Gabriel Akorli, Pastor im Ruhestand. Er ist schon von Anfang an beim Heilungszentrum mit dabei.

2004 wurde das „National Spiritual Resource and Healing Centre“ der E.P.Church eingeweiht. Es liegt etwas außerhalb von Ho, der Hauptstadt der Volta-Region und Sitz der Kirchenleitung. Drei Pastoren sind zurzeit regelmäßig als ehrenamtliche Mitarbeiter dabei: Gabriel Akorli, ein weiterer Pensionär und der junge Gemeindepastor der örtlichen Gemeinde. „Schade ist allerdings, dass wir im Moment keine Frau im Team haben“, meint Akorli. „Die meisten, die zu uns kommen, sind nämlich Frauen. Da wäre es schon schön.

“Mittwochs um 9 Uhr kommen zwischen 100 und 150 Menschen auf dem Platz zusammen. Nach einem gemeinsamen Gebet gehen alle in die nahe gelegene Kirche zu Bibelarbeiten und einem kurzen Gottesdienst. „Danach versammeln wir uns wieder für eine halbe Stunde am Kreuz, um zu meditieren und persönliche Gebete zu sprechen“, erzählt Gabriel Akorli. „Im Anschluss ist Zeit für die Heilung.“ Diejenigen unter den Besuchern, die das Bedürfnis haben, machen sich bemerkbar und treten nach vorn. Manche haben psychische Probleme oder sind belastet von großen Sorgen, andere bezeichnen sich selbst als „besessen“. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter sprechen ausführlich mit den Menschen, salben sie mit Öl, legen die Hand auf und erteilen den Segen. „Den Menschen gibt das sehr viel“, sagt Pastor Akorli. „Man spürt, wie sich etwas löst, wie erleichtert sie sind. Sie finden wieder neue Hoffnung.“ Das zeigt sich dann ganz unterschiedlich. Manche singen, trommeln und tanzen, andere werden still und verharren einige Zeit in sich gekehrt. Menschen mit eindeutig körperlichen Problemen werden jedoch an medizinische Versorgungseinrichtungen weiterverwiesen.

Die meisten Besucherinnen und Besucher des „Healing Centres“ kommen aus der näheren Umgebung. Andere kommen aus Ho. Die E.P.Church setzt für den Transport einen Kleinbus ein. Manche zahlen dann für die Fahrt einen Cedi (25 Cents). Wer nicht zahlen kann, darf kostenlos mitfahren. Allerdings hat sich gezeigt, dass das Bedürfnis nach einem etwas längeren Aufenthalt im Zentrum steigt. „Einige Menschen brauchen dringend eine Auszeit“, meint Akorli. „Und wir möchten ihnen die Möglichkeit geben, kostenlos bei uns zu übernachten. Mit Hilfe von Spenden der Norddeutschen Mission haben wir schon Toiletten und den Rohbau einer Unterkunft mit drei Zimmern bauen können. Jetzt fehlt noch das Dach. Aber der Aufwand lohnt sich. Wir erleben so oft die positiven Auswirkungen unserer Arbeit. Vielen Menschen wird hier wirklich geholfen.“

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