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Schulstipendien in Ghana: MP 2107

Der Vergabe-Ausschuss kommt regelmäßig zusammen, um über die Gewährung der Stipendien zu entscheiden.

Viele Familien in Afrika können das Schulgeld für ihre Kinder nicht aufbringen. Die Evangelical Presbyterian Church, Ghana hilft daher Schülerinnen und Schülern mit zwei Stipendienfonds, eine gute Ausbildung zu bekommen.

„Die Ausbildungskosten sind ein Riesenproblem in Ghana“, erläutert Pastor Dr. Emmanuel Amey, zweites theologisches Mitglied der Kirchenleitung neben dem Moderator. „Bei uns hat eine Familie mit durchschnittlichem Einkommen gerade so viel Geld zur Verfügung, um sich zu ernähren und für Kleidung zu sorgen. Auf der Strecke bleiben dann die Ausbildungskosten für die Kinder.

“Zumindest für eine längere Schulausbildung fehlt häufig das Geld. Und die meisten Familien haben mehrere Kinder. In Ghana liegt die durchschnittliche Kinderzahl bei vier. Eine Hilfe bieten zwei Stipendienfonds, deren Vorsitzender Emmanuel Amey ist. Der Schwabedissen-Fonds ist nach dem früheren Leiter des Goethe-Instituts in Ghanas Hauptstadt Accra benannt. Henry Wilhelm August Schwabedissen starb 1981 und vermachte einen Teil seines Vermögens der Norddeutschen Mission. Damit sollte ein Fonds gegründet und mit den Zinsen Stipendien vergeben werden. Seitdem kümmert sich darum ein Vergabe-Ausschuss, der sich aus einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter des Goethe-Instituts Accra, zwei bis drei Personen aus dem Bildungsbereich und Mitgliedern der Kirchenleitung der E.P.Church zusammensetzt.

Der zweite Fonds heißt „Pro Education“. Gegründet wurde er noch zu Lebzeiten von dem 2013 verstorbenen Bremer Kinderarzt Dr. Ulrich Irle. Er reiste im Ruhestand mehrfach zu Kurzzeiteinsätzen nach Ghana, um dort in einem Krankenhaus zu arbeiten. Dabei nahm Irle wahr, wie schwierig es für viele Familien ist, die Schulbildung ihrer Kinder zu finanzieren, und gründete den Fonds.

Das Geld aus den beiden Fonds geht vor allem an Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen. „Wir bekommen Vorschläge von Schulleitern aus dem ganzen Land“, berichtet Emmanuel Amey. „Und wir sind froh, dass wir wenigstens einigen Mädchen und Jungen helfen können.“ Aus dem Schwabedissen-Fonds können kleinere Zuschüsse gewährt werden, vor allem für Schulmaterialien. Dazu gehören Bücher, Hefte, Stifte und Schuluniformen. Gut 50 Kinder und Jugendliche erhalten dafür pro Halbjahr umgerechnet 40 Euro.

„Pro Education“ unterstützt vor allem überdurchschnittlich Begabte. Sie bekommen 400 Euro im Halbjahr. „Im letzten Jahr haben wir 28 junge Frauen und Männer fördern können“, berichtet der Ausschussvorsitzende. „Viele von ihnen haben bereits die Schule beendet und machen eine Ausbildung im Bereich Gesundheit oder gehen zur Universität. Allerdings können wir keinen Besuch einer privaten Universität fördern. Das geben unsere Finanzen nicht her. Trotzdem bin ich sehr froh, an dieser Stelle helfen zu können. Das ist eine Investition in die Zukunft unseres Landes.“

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