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Landwirtschaftliche Beratung Ho Farms / Ghana (MP 0910)

Vida Ahiati leitet seit 2002 das Landwirtschaftszentrum „Ho-Farms“.

Die meisten Menschen in Ghana leben von der Landwirtschaft. Die E.P. Church bietet in ihrem Zentrum „Ho Farms" eine kompetente Beratung an, die den Bauern hilft und die Natur nachhaltig schützt.

Vida Ahiati zeigt zufrieden auf die neuen Kaninchenställe von Ho Farms :"Die Menschen hier brauchen Möglichkeiten, ihr Einkommen zu verbessern, und sie brauchen eine gute Ernährung, das heißt auch ab und zu Fleisch. Bisher waren Kaninchen als Fleischlieferant in Ghana nicht so bekannt. Aber wir haben jetzt schon mehrere Kurse durchgeführt und den Teilnehmern gezeigt, wie man Kaninchen züchtet und sie vermarktet. Die Akzeptanz steigt. Man braucht nicht viel Platz, das Futter ist billig, das Fleisch schmeckt."

Die Kaninchenzucht ist ein Beispiel für die gute Arbeit des E.P. Church-Zentrums, das sich - 1991 gegründet - immer weiter entwickelt hat. Von Anfang an gab es vier Aufgaben: Kleinbauern zu helfen, ihre Lebensbedingungen zu verbessern, die Idee nachhaltiger Landwirtschaft weiterzugeben, Kleinkredit-Programme zu initiieren und über verschiedene Themen wie HIV/Aids und Naturschutz zu informieren.

Vida Ahiati ist eine lebendige, tatkräftige Frau. Seit 2002 ist sie Leiterin des Zentrums: "Wir haben Frauenprogramme zu Ernährungsfragen und zur Planung von einkommenschaffenden Projekten. Wir bieten Kurse in Bienenhaltung, Schnecken- und Pilzzucht an. Ebenso für die Haltung von Schafen, Ziegen, Geflügel, Grascuttern und eben - ganz neu - Kaninchen." Weitere Arbeitsbereiche sind biologische Landwirtschaft, die Verwendung von Eseln als Arbeitstiere, Agroforstwirtschaft und Informationsveranstaltungen über Familienplanung. Ein enormer Aufgabenkatalog für ein kleines Team: vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden voll bezahlt, drei weitere auf Honorarbasis beschäftigt. "Das klappt, weil alle hoch motiviert sind", meint Vida Ahiati. "Wir haben immer neue Ideen wie eben jetzt mit den Kaninchen."

Und das Beratungszentrum hat ein zweites Standbein: ein Tagungszentrum mit 33 Betten und Seminarräumen. Es wird sowohl für Konferenzen als auch für private Anlässe wie z.B. Beerdigungen, die in Ghana sehr groß gefeiert werden, vermietet. Gruppen der E.P. Church zahlen einen reduzierten Preis. "Dieses Einkommen entlastet unser Budget ein wenig und verbessert unsere Kontakte", erzählt die Leiterin von Ho Farms. "Seit wir die Unterbringungsmöglichkeiten haben, kommen z.B. jedes Jahr Gruppen von der Ohio State University aus den USA mit bis zu 20 Studenten, die sich für unsere Arbeit interessieren."

Wichtig ist den Mitarbeitenden von Ho Farms, die Menschen möglichst früh zu erreichen, bereits als Kinder und Jugendliche. Daher laden sie regelmäßig ältere Schülerinnen und Schüler zu sich ein, um über Themen wie Gesundheit, Hygiene und HIV/Aids zu sprechen. "Und einmal in der Woche zeigen wir dem benachbarten Kindergarten und der Grundschule einen Videofilm und kommen miteinander ins Gespräch." Vida Ahiati schmunzelt. "Man glaubt gar nicht, wie genau diese Kleinen ihre Umwelt beobachten und was für Fragen sie schon haben..."

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