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Klinik in Agbozume / Ghana (MP 1708)

In der Ambulanz des Krankenhauses werden jeden Tag über 100 Patienten und Patientinnen behandelt.

In ländlichen Gebieten ist es in Ghana sehr schwierig, medizinische Hilfe zu erhalten. Mitglieder einer Gemeinde der Evangelischen Kirche haben sich daher selbst engagiert und ein Krankenhaus aufgebaut.

Etwa 40 Kilometer westlich von Aflao an der Straße nach Accra liegt Agbozume. Kofi Agama, ein Mitglied der dortigen E.P.Church-Gemeinde hat lange Jahre den Transport von Kranken aus dem Dorf in das Hospital nach Aflao übernommen. Er war hier zu dem Zeitpunkt der einzige, der ein Auto hatte. Häufig dauerte die Fahrt allerdings so lange, dass die Patienten noch im Auto verstarben. Daraufhin beschloss Agama, in Agbozume eine Klinik, also eine Gesundheitsstation ohne Arzt aufzubauen.Weiter entwickelt wurde die Station von Kofi Agamas Sohn, der Mediziner in den USA ist.

Heute ist daraus ein funktionstüchtiges Krankenhaus mit zwei Ärzten geworden. Einer von ihnen, Dr. Kwasi Amuzu, erzählt: „Wir haben sieben Krankenschwestern fest angestellt, bis zu dreizehn weitere sind freie Mitarbeiterinnen und bei Bedarf mit dabei. Außerdem haben wir vier Laborfachkräfte.“ Die Patienten kommen vor allem mit Atemwegserkrankungen, Durchfall, Bluthochdruck und Diabetes. „Auf HIV/Aids testen wir nur, wenn wir einen Verdacht haben“, berichtet der Arzt. „Davon sind dann allerdings 80 Prozent positiv. Und sehr viele Menschen erkranken hier an Malaria, da Agbozume in einem Sumpfgebiet liegt. Das stellt uns vor große Probleme.“

Zusätzlich zur stationären Behandlung betreibt das Krankenhaus eine Ambulanz mit durchschnittlich 100 Patienten am Tag. Jedes Jahr im Februar kommt Kofi Agamas Sohn für einige Wochen mit Kollegen und Kolleginnen aus den USA nach Agbozume. Die Gruppe praktiziert im Krankenhaus und geht in die umliegenden Dörfer – zur Behandlung und vor allem zur Vorsorge. „Wir haben wirklich viel Glück mit unseren Beziehungen nach Amerika“, meint Dr. Amuzu. „Ein weiteres Ärzteteam von dort kommt nämlich zwei Mal im Jahr, um große Operationen durchzuführen. Wegen der aufwendigen Anästhesie können wir sonst nur kleinere OPs machen.“ Wichtig sei aber auch die Verbindung zur E.P.Church, so der Arzt.

Darüber ist das Krankenhaus von CHAG, dem Christlichen Gesundheitsverband Ghana, anerkannt und bezieht Medikamente zu günstigen Preisen. „Und wir verstehen unsere Arbeit als Dienst im Namen Jesu Christi“, bekräftigt Kwasi Amuzu. „ Der Klinik-Gründer hat zusätzlich eine Radio-Station aufgebaut, um Evangelisationsprogramme zu senden. Allerdings hat uns der Staat noch keine Frequenz zugeteilt. Daran arbeiten wir noch.“ Ein weiteres Problem ist die Unterbringung der Angestellten des Hospitals. Es ist für sie sehr schwierig, im Dorf eine Bleibe zu finden. Die Leitung würde daher gern eigene Unterkünfte bauen, um qualifiziertes Personal halten zu können. Dafür fehlt es jedoch an finanziellen Mitteln.

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