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HIV/Aids-Programm in Ghana (MP 1608)

Die ghanaische Aids-Kommission unterstützt Aufklärungskampagnen im ganzen Land, so wie hier im Norden Ghanas.

Die Evangelische Kirche in Ghana setzt sich mit einem weitreichenden Programm für die HIV-/Aids-Prävention ein. Gleichzeitig soll die Ausgrenzung von Betroffenen bekämpft werden.

„HIV/Aids ist ein wichtiges Thema“, sagt Godwin Ampony, „für jeden von uns, weltweit.“ Der 36jährige ist Mitarbeiter bei EPDRA, der Entwicklungsabteilung der E.P.Church und unter anderem zuständig für die HIV-/Aidsarbeit. Die Kirche erhält von der staatlichen ghanaischen Aids-Kommission ein Budget. Sie ist dann dafür verantwortlich, das Geld an zahlreiche kleine Nichtregierungsorganisationen weiter zu leiten und die Arbeit inhaltlich zu koordinieren. Die Gehälter der EPDRA-Mitarbeiter werden allerdings nicht vom Staat übernommen. „Zusätzlich zu dieser planerischen und organisatorischen Tätigkeit sind wir aber auch selbst vor Ort“, ergänzt Ampony. „Insgesamt erreichen unsere Aktionen 100 bis 200 Menschen pro Tag.“

Das Programm richtet sich an die gesamte Bevölkerung. Ein Schwerpunkt liegt bei den Kommunen, Kirchen, Schulen und Moscheen. „Wir sprechen alle Altersgruppen an“, erklärt Godwin Ampony. „Besonders wollen wir aber die 19- bis 45-jährigen erreichen. Da ist einfach statistisch das Risiko einer Infektion am höchsten. Unser Ziel ist natürlich vor allem die Prävention. Daher erklären wir die Übertragungswege des HI-Virus und den Gebrauch von Kondomen. Eine weitere Zielgruppe sind die Frauen im gebärfähigen Alter. Die wenigsten wissen von dem Risiko der Übertragung des Virus auf ihre Babys.“ Wichtig ist es den EPDRA-Mitarbeitern aber auch, durch ihre Arbeit dafür zu sorgen, dass Betroffene weniger ausgegrenzt werden.

Trotzdem bleibt das Problem, dass viele Menschen sich scheuen, einen HIV-Test zu machen oder sich beraten zu lassen. Daher verbinden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihr Angebot mit weiteren Tests. Wer zu ihnen kommt, kann sich auch auf Hepatitis B untersuchen und impfen lassen. Ebenso gibt es immer die Möglichkeit, einen Diabetes-Test zu machen und den Blutdruck zu messen. Ist der Kontakt entstanden, lässt sich dann auch leichter über HIV/Aids sprechen.

Das von EPDRA koordinierte Programm läuft in fünf Distrikten: In Ho, Hohoe, Ketu North, Kpandu und Akatsi. Ausgesucht wurden diese Distrikte, weil sie eine große Bevölkerung haben, eine etwas höhere HIV-Rate oder die stark frequentierten Grenzübergänge nach Togo zu ihrem Gebiet gehören. „Und unsere Arbeit hat Erfolg“, erzählt Entwicklungssoziologe Ampony. „2014 wurde zuletzt eine Statistik für die Volta-Region erstellt. Danach ist hier die HIV-Rate von 2,5 Prozent im Jahr 2012 auf jetzt 1,8 Prozent gesunken. Das macht mich sehr froh.“

Godwin Ampony, der auch als Pastor in fünf Gemeinden tätig ist, sieht das HIV-/Aids-Programm aber auch als selbstverständlichen Teil der kirchlichen Arbeit: „Wir lassen die Betroffenen nicht allein. Auch sie sind unsere Nächsten."

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