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Handwerkliche Ausbildung in Alavanyo / Ghana (MP 1806)

Alle Baumaßnahmen an der Schule machen die Schüler selbst, so lernen sie das Handwerk und die Kosten bleiben niedrig.

Auch in Afrika brauchen junge Menschen eine gute Berufsausbildung, um in der Arbeitswelt Fuß zu fassen. Die Evangelical Presbyterian Church, Ghana betreibt daher eine Berufsschule, die inzwischen in vielen Landesteilen bekannt ist.

Alavanyo liegt nördlich der Provinzhauptstadt Ho zwischen dem Volta-Stausee und der togoischen Grenze. Hier gründete 1973 eine kleine Selbsthilfe-Initiative eine Ausbildungseinrichtung. Fünf Jahre später wurde diese von der Evangelischen Kirche übernommen und zu einer Berufsschule ausgebaut. Vermittelt werden berufliche Kenntnisse in den Bereichen Schreinerei, Bauhandwerk, Elektroinstallation, Hauswirtschaft, Schneiderei und Sekretariat.

„Ich bin seit zwei Jahren hier“, erzählt Samuel Okansey, der Direktor der Einrichtung. „Von Anfang an war ich beeindruckt von dem hohen Standard der Schule. Wir haben zurzeit 250 Schülerinnen und Schüler, demnächst werden es 300 sein. Und fast 100 Prozent schaffen ihren Abschluss. Wenn überhaupt gibt es mal Probleme in den Fächern Englisch und Sozialkunde, aber handwerklich sind alle Absolventen gut.“ Und nach einem erfolgreichen Abschluss können die jungen Erwachsenen ihre Ausbildung an einer Fachhochschule fortsetzen. Besonders stolz ist man in Alavanyo aber, dass es gelungen ist, Kurse für körperlich Behinderte zu entwickeln. Zur Auswahl stehen hier Sekretariat, Schneiderei und Lederverarbeitung. Auf dem Gelände legt die Schule deshalb mit finanzieller Hilfe der Waldenser Kirche betonierte Wege für Rollstuhlfahrerinnen und –fahrer an.

Regelmäßig werden Praktika in den Lehrplan eingebaut, um die erworbenen Kenntnisse auf dem „normalen Markt“ zu testen. Das läuft besonders in der Schneiderei und beim Catering hervorragend, so Samuel Okansey. Außerdem sei das auch eine gute Möglichkeit, ein kleines Einkommen für die Schule zu erwirtschaften.


Froh ist der Direktor, dass es mittlerweile mit dem Bau einer Gesundheitsstation vorangeht: „Das ist sehr wichtig, weil es auch sonst im Ort keine medizinische Versorgung gibt. Und es kann bei der handwerklichen Ausbildung immer mal zu Unfällen kommen. Wir sind schon länger am Planen, hatten aber Probleme mit der Landvermessung für die Station. Inzwischen konnten wir aber dank finanzieller Unterstützung des Eine-Welt-Ladens in Detmold das Fundament bauen.“ Um die Kosten zu senken und den Praxisanteil zu erhöhen, werden auch die Auszubildenden der Schule an der Errichtung der Gesundheitsstation beteiligt. Das Gleiche gilt für den Bau von Biogas-Toiletten auf dem Gelände. „Da wir aber unsere Schüler nicht ununterbrochen praktisch einsetzen können, muss dieses Projekt noch etwas warten“, erklärt Okansey. „Wir haben deshalb auch bewusst noch nicht die Materialien gekauft. Schließlich soll uns ja der Zement nicht feucht werden.“

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