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Gesundheitsstation in Hatorgodo/Ghana (MP 1604)

Die Einrichtung der Gesundheitsstation ist alt und verschlissen, vieles müsste ersetzt werden.

Die Evangelische Kirche in Ghana betreibt mehrere Gesundheitsstationen. Besonders auf dem Land hat die Bevölkerung sonst keine Möglichkeit, sich medizinisch behandeln zu lassen.

Hatorgodo liegt im Süden Ghanas, östlich der Hauptstadt Accra. Die Straße zu dem kleinen Ort ist erst vor kurzem geteert worden. Hatorgodos Klinik – wie in Ghana eine Gesundheitsstation ohne Arzt genannt wird – ist ein kleiner, gelb angestrichener Flachbau. Sie besteht aus einem Behandlungsraum, einer Apotheke, einem Badezimmer und Toiletten sowie aus einer Küche und einem Übernachtungszimmer für die Mitarbeiter.

Christian Kudolo ist hier Krankenpfleger. „Die Menschen wollen oder besser gesagt können nicht weit laufen, wenn sie medizinische Hilfe benötigen“, sagt der 52jährige. „Deshalb ist es wichtig, auch in kleinen Orten Gesundheitsstationen zu haben.“Der Nachteil ist allerdings, dass es für kleine Kliniken nicht leicht ist, die Standards der ghanaischen Gesundheitsversicherung zu erfüllen. Und nur wenn eine medizinische Einrichtung von der staatlichen Versicherung anerkannt ist, bekommt sie die Kosten für Behandlungen und Medikamente erstattet. „Aber auch das nur mit monatelanger Verspätung“, ergänzt der zweite Krankenpfleger Abel Jewu. „Trotzdem ist es natürlich gut, staatlich registriert zu sein. Wir arbeiten gerade daran.“So konnte mit Unterstützung des Eine-Welt-Ladens in Bad Salzuflen das Dach der Gesundheitsstation ausgebessert werden, und demnächst wird eine Hebamme angestellt. Die Einrichtung eines Labors ist in Planung.

Wichtig war auch die Prüfung durch die staatliche Umweltbehörde. „Auch das gehört zur Registrierung“, erzählen die beiden Krankenpfleger. „Dabei geht es darum, wie man medizinischen Abfall entsorgt. Und bei uns war alles in Ordnung.“Die Klinik ist täglich 24 Stunden geöffnet. Die Patienten kommen vor allem mit Malaria, Bluthochdruck, Lungenkrankheiten und Problemen, die durch Würmer verursacht werden. Solange die staatliche Anerkennung noch läuft, müssen die Gebühren für die Behandlung und die Medikamente niedrig angesetzt werden. „So bezahlt man bei uns für eine Malaria-Behandlung gerade mal 12 Cedis, also 3 Euro. Wenn wir höhere Preise nehmen, kommt niemand“, erklärt Christian Kudolo. „Daher sind aber unsere Kosten nicht gedeckt.

Gott sei Dank bekommen wir Unterstützung von der Norddeutschen Mission, die mit Spenden unsere momentane Finanzierungslücke schließt. Auch die staatliche Regelung, dass über 60jährige kostenlos behandelt werden, können wir nur einhalten, weil die E.P.Church diese Kosten übernimmt.“Aber auch für Notfälle sei es gut, eine Gesundheitsstation vor Ort zu haben, meint Abel Jewu. „Erst vor kurzem gab es hier nachts einen sehr schweren Motorradunfall“, erzählt der 56jährige. „Das Leben des Fahrers konnte nur gerettet werden, weil er sofort zur Notversorgung zu uns gebracht wurde.“

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