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Frauenarbeit in Ghana: MP 1706

Nyuime Adiepena (obere Reihe rechts) besucht regelmäßig die Frauengruppen in den Dörfern.

Pastorin Ama Nyuime Setse Adiepena strahlt: „ Ich habe meine Traumstelle gefunden. Als Leiterin der Frauenarbeit bei der E.P.Church kann ich meine beiden Ausbildungen nutzen und das tun, was mir am Herzen liegt.“ Adiepena hat Landwirtschaft studiert und sich auf Nahrungsmittelverarbeitung spezialisiert. Dann schloss sie ein Theologiestudium an und wählte den Schwerpunkt „Gender“. Darunter versteht man die durch Gesellschaft und Kultur geprägten Geschlechtseigenschaften einer Person im Unterschied zum biologischen Geschlecht. Seit fast zwei Jahren ist sie nun Leiterin der Frauenarbeit der E.P.Church.

„Mir ist es wichtig, Frauen zu stärken – sozial, wirtschaftlich und spirituell“, erläutert die Pastorin. „Zum sozialen Wohlbefinden gehört auch die Gesundheit. Daher machen wir Basisarbeit in den Dörfern. Wir bieten Kurse über die wichtigsten Krankheiten an wie Bluthochdruck, Diabetes und Brustkrebs. Außerdem schulen wir Vorsitzende von Frauengruppen in Programmplanung und Leitungskompetenzen. Ich war bereits in sechs Kirchenkreisen und habe dort jeweils Zwei-Tages-Workshops angeboten. Das wird gut angenommen: Ich hatte jedes Mal 80 bis 90 Teilnehmerinnen.“

Bei der ökonomischen Stärkung geht es Nyuime Adiepena darum, dass die Frauen wirtschaftlich unabhängig von ihren Männern werden. Dafür müssen sie etwas lernen, mit denen sie ihren Lebensunterhalt verdienen können. Da kommt der Frauenreferentin natürlich ihre erste Ausbildung zugute: „Lebensmittel müssen verarbeitet werden, damit man sie mit Gewinn verkaufen kann. Im Süden des Landes zeige ich den Frauen, wie sie Fisch räuchern können. Im Norden geht es eher um die Verarbeitung von Gemüse und Getreide.“ Wichtig sei es auch, dass die Frauen wüssten, wie man sich gesünder ernähren kann. Empfehlenswert sei zum Beispiel, ein Mischbrot aus Soja und Mais zu backen oder Mehl mit Gemüse zu mischen.

„Bei der spirituellen Stärkung spielt für mich ein zeitgemäßer Umgang mit der Bibel eine Rolle“, erzählt Adiepena. „So gibt es in der Kirche die Meinung, Frauen müssten ihre Haare immer zusammenbinden. Viele Betroffene erleben das aber als Einschränkung. Da versuche ich deutlich zu machen, dass man sich von dieser Erwartung frei machen und trotzdem eine gute Christin sein kann.“ Zielgruppen gibt es für die Frauenarbeit der E.P.Church genug. Junge ebenso wie alte Frauen, und besonders der Arbeitslosen möchte man sich annehmen. „Wir machen auch spezielle Veranstaltungen“, ergänzt die 65jährige Pastorin. „Zum Beispiel ein Frühstücksangebot für Mütter. Da kommen dann umfassend die Familienprobleme zur Sprache. Außerdem nehmen wir immer als E.P.Church am Weltgebetstag der Frauen teil. Und wir organisieren regelmäßig Besuche in der Psychiatrie.

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