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Entwicklungsarbeit / Ghana (MP 1808)

Die Setzlinge werden in Baumschulen angezogen und, wenn sie kräftig genug zum Überleben sind, ausgepflanzt.

Die Entwicklungsabteilung der Evangelischen Kirche in Ghana, EPDRA, hat viele Aufgaben. Dazu gehören landwirtschaftliche Beratungsprogramme, die Vergabe von Kleinkrediten und Gesundheitsvorsorge.

Die Entwicklungsarbeit hat innerhalb der E.P.Church eine lange Geschichte. Viele Jahre gab es in der Kirche eine Entwicklungs- und Umweltabteilung. Seit 2006 ist EPDRA eine eigenständige Nichtregierungsorganisation, die sich eigene Geldgeber suchen und auch mit nicht-kirchlichen Partnern zusammenarbeiten kann. „Das machen wir aber nur, wenn wir von den jeweiligen Programmen und Projekten überzeugt sind“, meint EPDRA-Chef Lovelace Mensah.

Die Basis sei für ihn die Landwirtschaftsberatung, so Mensah: „Allerdings haben sich dabei die Schwerpunkte etwas verlagert. Für uns spielen jetzt die dramatischen Folgen des Klimawandels und die Gender-Thematik eine große Rolle. Entsprechend müssen auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gut ausgebildet sein, um flexibel auf die jeweiligen Veränderungen reagieren zu können.“

Landwirtschaftsberatung kann sich nicht selbst tragen, da man keine hohen Gebühren von den Bauern und Bäuerinnen verlangen kann. Deshalb entwickelt EPDRA zusätzliche Ideen, um die Arbeit zu finanzieren. Eine Apotheke in Eigenregie wurde in Ho eröffnet, in Planung ist eine zweite in Hohoe. „Außerdem haben wir vor, Oblaten für das Abendmahl herzustellen“, erzählt Lovelace Mensah. „Nicht nur für die E.P.Church, sondern für alle Kirchen in der Region. Wenn wir als erste den entsprechenden Ofen dafür haben, sind Einnahmen garantiert. Unser Ziel ist es, mit eigenen kommerziellen Projekten möglichst bald so viel Geld zu verdienen, dass wir unser Team unabhängig von Zuschussgebern finanzieren können.“

Das wird nicht von heute auf morgen gehen, denn EPDRA muss insgesamt 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finanzieren. Sie betreuen das SODIS-Projekt – eine Methode zur Desinfizierung von Wasser  – und organisieren die Vergabe von Kleinkrediten. So können Menschen, die keinen Kredit von der Bank bekommen, ein Projekt starten, mit dem sie ihren Lebensunterhalt verdienen können. „Ein anderes Programm haben wir mit der Universität in Ohio/USA und einer Forschungseinrichtung in Nigeria laufen“, erläutert der EPDRA-Chef. „Da geht es um Impfungen von Kühen und Schafen.“ Schließlich ist die Nichtregierungsorganisation auch für die E.P.Church-Kliniken und das kirchliche HIV/Aids-Programm zuständig.

Das landwirtschaftliche Beratungszentrum Ho-Farms hat einen besonderen Schwerpunkt. Es hat Konferenzräume und Unterkünfte für Teilnehmende von Seminaren. „Das ist für unsere eigene Beratungstätigkeit wichtig, aber wir vermieten auch an andere Gruppen. Und seitdem wir Ho-Farms renoviert haben, läuft die externe Vermietung richtig gut“, freut sich Lovelace Mensah.

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