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Eco - Clubs in Ghana: MP 1910

Aus alten Plastiktüten werden Volleyballnetze geflochten.

Der Klimawandel macht sich im globalen Süden ganz besonders bemerkbar. Die E.P.Church unterstützt daher an zahlreichen Schulen Eco-Clubs, um so bereits Heranwachsende für die Umwelt zu interessieren.

Lovelace Mensah leitet die kirchliche Entwicklungsabteilung EPDRA. Manchmal kann er sich nicht entscheiden, welches der Projekte und Programme er am wichtigsten findet. Aber die Eco-Clubs gehören auf jeden Fall dazu. „Es ist unglaublich, mit welchem Engagement die Schülerinnen und Schüler dabei sind“, begeistert er sich. „Daran könnten sich viele Erwachsene ein Beispiel nehmen!“

Die Gründung der Clubs liegt ein paar Jahre zurück. Charles Agboklu, damaliger Koordinator von RELBONET, dem Netzwerk religiöser Einrichtungen zum Klimawandel, hatte die Idee. Das Bewusstsein für die Umwelt sollte schon unter Kindern und Jugendlichen zum Thema gemacht werden. Mittlerweile gibt es an über 30 Schulen Eco-Clubs, die sich aktiv für die Umwelt einsetzen. „Nachdem Charles Agboklu in den Ruhestand gegangen ist, haben wir erst einmal eine Bestandsaufnahme gemacht“, berichtet Lovelace Mensah. „Wo gibt es welche Clubs und was tun sie genau.“

Und tatsächlich sind die Aktivitäten vielfältig. In Adaklu Waya sind die Jugendlichen besonders engagiert. Viele Bäume sind auf dem Schulgelände gepflanzt. Das Gelände ist sehr sauber, es sind keine Plastikabfälle zu sehen. „Und die Club-Mitglieder sammeln den Müll nicht nur ein“, erzählt Mensah, „sondern stellen daraus auch neue Dinge her. Besonders bewährt haben sich aus alten Plastiktüten geknüpfte Volleyballnetze.“ Außerdem ziehen die Jugendlichen Baum-Setzlinge, die sie – ebenso wie die recycelten Produkte – verkaufen und den Erlös ihrer Schule zur Verfügung stellen.

Darüber hinaus haben die Mädchen und Jungen Bäume am nahe gelegenen Fluss gepflanzt, um so das Ufer zu stabilisieren. Außerdem machen viele Schüler die Ausbildung zum „Fire Volunteer“, das heißt sie lernen, was zu tun ist, um Buschbrände möglichst zu verhindern und im Ernstfall schnell zu löschen. Für die Vermeidung werden „fire belts“ angelegt, also Brandschneisen, um einen Waldbrand zu stoppen. Und die Feuerwehr hat den Jugendlichen gezeigt, wie möglichst effizient gelöscht wird. Mit Hilfe der Norddeutschen Mission wurde dem Eco- Club auch eine entsprechende Ausrüstung zur Verfügung gestellt. „Jeder Club hat seinen Schwerpunkt“, meint Lovelace Mensah. „An der Mawuli Schule in Ho wurde ein toller Garten angelegt. Im Stadtteil Ho-Bankoe initiieren die Schülerinnen und Schüler regelmäßig Müllsammelaktionen. Es ist unfassbar, wie viele Plastiktüten da zusammenkommen.“

Das Thema Umwelt und Klimawandel bleibt abseits der Eco-Clubs aber auch auf Landesebene im Gespräch. Der EPDRA-Leiter berichtet von regelmäßigen Treffen, auch mit der muslimischen Gemeinschaft. „Wir haben nur eine Erde, und die sollten wir bewahren“, sagt er.

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