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Das „Activity Centre" in Ho / Ghana (MP 1802)

Stolz zeigt Olivia Fafa Adzimah einen Stoff, der von den Schülerinnen gebatikt wurde.

Das „Activity Centre“ bietet Mädchen und jungen Frauen in einer schwierigen Lebenssituation eine einmalige Chance. Hier können sie ihre Schulausbildung nachholen und Fähigkeiten erwerben, um sich selbst zu ernähren.

Olivia Fafa Adzimah ist die neue Leiterin des „Activity Centres“. „Ich freue mich sehr, dass ich diese Aufgabe übernehmen konnte“, sagt sie. „Ich bin Lehrerin und Hauswirtschaftsleiterin und habe hier am Zentrum schon einige Zeit Kurse gegeben. Daher ging es recht schnell mit der Einarbeitung.“

Das „Activity Centre“ wurde 1998 gegründet, die E.P.Church stellte ein leerstehendes Gebäude in unmittelbarer Nähe zur Kirchenleitung in Ho zur Verfügung. Mittlerweile sind neue Räume gefunden worden. „Aber wir sind im gleichen Stadtteil geblieben“, erzählt die Leiterin. „Wir nutzen jetzt eine ehemalige Schule, wo wir mehr Platz haben. Außerdem haben wir hier einen besseren Unterstand für die Batik-Kurse.“

Batiken ist eine der Fertigkeiten, die die jungen Mädchen und Frauen im Zentrum erlernen. Außerdem Kochen, Nähen und Kunsthandwerk. Genauso wichtig ist es aber auch, die Defizite in der Schulausbildung auszugleichen. Deshalb stehen zusätzlich Mathematik, Englisch und Sozialkunde auf dem Unterrichtsplan. Die Teilnehmerinnen, die junge alleinstehende Mütter sind oder aus anderen Gründen die Schule abgebrochen hatten, haben so die Möglichkeit, einen Abschluss nachzuholen und mit den erlernten Fähigkeiten ihren Lebensunterhalt zu verdienen.


„Zurzeit haben wir 17 Schülerinnen“, berichtet Olivia Adzimah. „Elf von ihnen sind im ersten Jahr, sechs im zweiten Jahr der Ausbildung. Für die Kurse beschäftigen wir 13 Lehrkräfte, natürlich alle nur stundenweise auf Honorar. Schließlich sind es ganz verschiedene Inhalte.“ Das Activity-Centre ist seit einigen Jahren staatlich anerkannt. Die Absolventinnen machen am Ende ihrer Zeit in Ho eine staatliche Prüfung und können sich dann für die Aufnahmeprüfung an einer Berufsfachschule anmelden. „Im letzten Jahr haben alle unsere Prüfung bestanden“, so die Leiterin des „Activity Centres“. „Einige gehen dann weiter zur Schule, andere bewerben sich für eine Stelle oder machen sich selbstständig.“

Adzimah ist froh, dass sie Unterstützung von der E.P.Church bekommt. In den neuen Räumen wäre viel zu tun gewesen, erzählt sie. So mussten Wände gestrichen, Strom verlegt und Ventilatoren gekauft und angebracht werden. Sie schüttelt den Kopf: „Das können wir nicht alles von den Schulgebühren der Teilnehmerinnen bezahlen. Die können wir schließlich nicht sehr hoch ansetzen, denn die jungen Frauen, die zu uns kommen, haben ja kaum Geld. Manchen geben wir sogar ein Stipendium, denn die Ausbildung bei uns ist für sie die letzte Chance.“

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