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Christian Youth Builders (MP 1410)

Bei den Christian Youth Builders werden die über 35 jährigen „Senior Friends“ genannt.

Die Evangelical Presbyterian Church setzt auch auf ihre jungen Mitglieder. Zusätzlich zur Jugendarbeit in den Gemeinden gibt es daher einen Jugendverband.

„Uns geht es darum, Jugendliche und junge Erwachsene für die Kirche zu begeistern“, erklärt John Ahiatrogah. „Natürlich gibt es auch in den einzelnen Gemeinden Jugendarbeit, aber für manche ist es attraktiver, Mitglied in einer festen Gruppe zu sein. Man trifft sich zu klaren Zeiten, hat Regeln, kennt sich besser und hilft sich gegenseitig. Wir haben auch Uniformen, um nach außen zu signalisieren, dass wir zusammengehören.“


„Die Christian Youth Builders – oder CYB, wie wir sie meistens abkürzen – gibt es seit 1958“, berichtet der nationale Präsident der Vereinigung weiter. „Heute haben wir über 8500 Mitglieder.“ In neun von zehn E.P.Church-Presbyteries (Kirchenkreisen) findet man CYB-Gruppen. Die nationale Leitung besteht aus 13 Mitgliedern, dann gibt es Zonen, Distrikte und Gemeinden mit jeweiliger Leitung vor Ort. Eingeteilt sind die Mitglieder in drei Altersgruppen: die 12- bis 18jährigen, die 19- bis 35jährigen und die noch Älteren, die „Senior Friends“.


Das Betätigungsgebiet der CYB ist vielfältig. In den Gruppen geht es um Bibelarbeiten, aber häufig auch um Singen und Tanzen. Man organisiert Spiele-Abende und trifft sich zum gemeinsamen Sport. Dazu kommen Arbeitseinsätze in der jeweiligen Gemeinde. „Das ist sehr wichtig geworden“, meint Ahiatrogah. „Die Gruppen säubern ihre Kirche und erledigen auch kleinere Reparaturen, natürlich kostenlos. Viele Gemeinden hätten gar nicht die finanziellen Mittel, um Handwerker zu beauftragen. Und dann würden die Gebäude irgendwann verkommen.“


Sehr wichtig ist es für die CYB ebenso, sich mit aktuellen Themen auseinanderzusetzen. Regelmäßig werden Referentinnen und Referenten eingeladen, die vor den Gruppen sprechen. Dann schließen sich meist ausführliche Diskussionen an. „Im letzten Jahr hatten wir unter anderem Pastor Francis Amenu, den Moderator der E.P.Church zu Gast“, erzählt der CYB-Präsident. „Er hat uns im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen gewarnt, auf schlechte Politiker hereinzufallen. Also solche, die Versprechungen machen, die sie nicht halten. Stattdessen sollten wir uns für eine Politik einsetzen, die Frieden und Entwicklung für Ghana zum Ziel hat. Das hat viele Mitglieder beeindruckt und zum Nachdenken angeregt.“


Der Moderator nutzte den Besuch auch, um den CYB-Gruppen zur Veröffentlichung einer neuen CD und eines neuen Videos mit Liedern und Tänzen zu gratulieren. Auch das ist ein Betätigungsfeld des Jugendverbandes: die Pflege der ghanaischen Musik und Kultur.


Einmal im Jahr treffen sich die Christian Youth Builders zu einem nationalen Kongress. Etwa 1500 Mitglieder kommen von Donnerstag bis Sonntag zusammen, untergebracht sind sie meist in Schulen. Diskutiert wird immer auch das Thema der nächsten Synode der E.P.Church.


Finanziert werden die CYB vor allem durch die Unterstützung der „Senior Friends“. Zusätzlich sammeln manche Gemeinden Kollekten, einmal im Jahr hat die E.P.Church eine Pflichtkollekte für die ganze Kirche angesetzt. „Aber das reicht natürlich nicht. Da die meisten Menschen nicht viel verdienen, können sie auch bei den Kollekten nur einen kleinen Beitrag leisten“, erklärt Ahiatrogah. „Also können wir leider nicht jede Idee, die wir haben, mit den Gruppen umsetzen.“

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