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Berufsschule in Alavanyo / Ghana: MP 2004

Hauswirtschaft und Catering gehören zu den Ausbildungsgängen in Alavanyo.

Der beste Weg, eine Arbeit zu finden, ist eine gute Berufsausbildung. Deshalb betreibt die Evangelical Preybyterian Church, Ghana eine Berufsschule. Mit großem Erfolg.

„Ich habe erst Anfang 2019 hier angefangen, bin also noch ganz neu“, so Christian Kwame, Direktor der Berufsschule in Alavanyo. „Aber ich bin beeindruckt von der Entstehung und der Entwicklung der Schule. Das ist eine richtige Erfolgsgeschichte!“ 1973 gründete eine kleine Selbsthilfe-Initiative die Ausbildungseinrichtung. Fünf Jahre später wurde sie von der Evangelischen Kirche übernommen und zu einer Berufsschule ausgebaut. Und heute ist die Einrichtung in vielen Landesteilen Ghanas bekannt.

„Mittlerweile haben wir hier insgesamt 327 Schülerinnen und Schüler, 65 von ihnen sind weiblich“, berichtet der Direktor. „Sie können wählen zwischen den Ausbildungsgängen Bauhandwerk, Elektroinstallation, Schreinerei, Hauswirtschaft, vor allem Catering, Schneiderei/Design, Sekretariat und einer PC-/IT-Ausbildung.“ Dafür stehen der Schule 26 Dozenten und Dozentinnen zur Verfügung. Nach dem Abschluss können die jungen Erwachsenen ihre Ausbildung an einer Fachhochschule fortsetzen oder in die Praxis gehen und Geld verdienen. Nahezu alle Schulabgänger, die das wollen, finden Arbeit.

Christian Kwame würde sich gern inhaltlich in die Kurse einbringen, am Lehrplan arbeiten. Zurzeit muss er sich allerdings mehr um andere Dinge kümmern. Ein Problem ist die Wasserversorgung. Der Brunnen ist 30 Jahre alt und gibt nur wenig Wasser. Da würde die Schule gern etwas ändern. Das andere Problem ist ein ethnischer Konflikt zwischen den Menschen von Alavanyo und den in der Umgebung lebenden Nkonya. „Es ist, wie so oft, ein Streit um Land“, erklärt der Direktor. „Es hat dazu schon eine Gerichtsverhandlung stattgefunden. Allerdings sind die Beteiligten unzufrieden mit dem Urteil, und die Auseinandersetzungen gehen weiter. Auf die Schule hat es nie direkte Angriffe gegeben, aber man spürt die Spannungen, und die Auszubildenden haben Angst. Manchmal kommen die Schüler nicht zum Unterricht, weil sie sich nicht trauen, das Haus zu verlassen. Bei anderen, die aus einer Region kommen, in der es heftige Kämpfe gab, sind die Eltern getötet worden. Dann können sie die Schulgebühren nicht mehr zahlen. In einigen Fällen sind dann schon unsere Lehrer finanziell eingesprungen, damit die Betroffenen die Schule nicht verlassen müssen.“

Trotzdem beschäftigt sich der Direktor auch mit der inhaltlichen Weiterentwicklung der Schule: „Ich bin zwar neu hier, aber nicht neu in dem Bereich“, lacht er. „Vorher war ich an einer katholischen Ausbildungseinrichtung. Als E.P.Church-Mitglied habe ich mich aber gefreut, hierher wechseln zu können. Anhand meiner Erfahrungen möchte ich die Ausbildung noch mehr berufsorientiert ausrichten. Und ein Austauschprogramm mit anderen Berufsschulen in Ghana würde ich gern entwickeln. Das würde unseren jungen Leuten gut tun, ihren Horizont erweitern.“

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