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Apotheke in Hohoe: MP 1906

Richard Delali Nyadzi und sein Team freuen sich über den Erfolg ihrer Apotheke.

Wenn es um die Gesundheit geht, ist eine qualifizierte Beratung und die Versorgung mit wirksamen Medikamenten enorm wichtig. Die Evangelical Presbyterian Church hat daher im letzten Jahr eine gut ausgestattete Apotheke in Hohoe eröffnet.

Richard Delali Nyadzi ist Apotheker. Das ist sein Traumberuf. „Natürlich! Was gibt es denn Schöneres als mit dafür zu sorgen, dass Menschen wieder gesund werden!“, sagt er. Nyadzi hat ein Jahr in der E.P.Church Apotheke in Ho gearbeitet. Jetzt weiß er, wie man eine Apotheke führt, was beim Ankauf der Medikamente, der Lagerung, der Beratung und beim Verkauf zu beachten ist.

Bedarf für eine Apotheke bestand auch in Hohoe, einer Stadt 60 Kilometer nördlich von Ho mit etwa 45.000 Einwohnern. Daher hat die Kirche 2017 einen Antrag auf eine Lizenz gestellt. „Es hat fast ein Jahr gedauert, bis wir die positive Antwort erhalten haben“, erzählt Richard Nyadzi. „Aber am 10. Januar 2018 konnten wir endlich mit der Arbeit hier beginnen. Der Ortsteil ist sehr lebendig. Es gibt zahlreiche Geschäfte, und entsprechend viele Menschen kommen durch unsere Straße. Am ersten Tag hatten wir 22 Kunden, jetzt sind es etwa 200 täglich.“

In der Apotheke werden alle verfügbaren Medikamente verkauft, auch die verschreibungspflichtigen. Nachgefragt sind vor allem Arzneimittel gegen Malaria, Infektionen durch Bakterien oder Pilze, Bluthochdruck, Diabetes, Erkältungen und Augenkrankheiten. „Wir kaufen unsere Medikamente direkt beim Großhändler in Accra“, erklärt der Apotheker. „Auch wenn das weit ist. Aber da wissen wir, dass sie nicht gefälscht sind. Das ist ja sonst eine große Gefahr. Viele Menschen, die arm sind, kaufen billige Arzneien auf dem Markt. Die sind häufig nicht echt oder gestreckt. Das bedeutet, dass sie nicht wirken oder den Kranken sogar Schaden zufügen.“

Die Entwicklungsabteilung der Kirche, EPDRA, hatte die Apotheke mit einem Grundstock an Medikamenten ausgestattet. Mittlerweile läuft sie allerdings komplett unabhängig von Ho. Zur Belegschaft gehören neben Nyadzi noch drei Auszubildende. Bleibt ein Gewinn nach Abzug aller Kosten übrig, geht er jedoch an EPDRA, so dass weitere Projekte davon profitieren können. „Das ist natürlich ein Unterschied zu kommerziellen Apotheken“, sagt der 43-jährige. „Außerdem nehmen wir uns mehr Zeit für die Beratung als andere. Es ist immer qualifiziertes Personal anwesend, und wir haben zum Teil günstigere Preise. Das liegt daran, dass wir Platz haben, um größere Mengen zu lagern, was sich natürlich auf den Einkaufspreis auswirkt. Und wir wollen auch ärmeren Patientinnen und Patienten helfen. Ist ein Medikament für sie zu teuer, suchen wir nach einem anderen, das billiger ist. Oder wir überlegen gemeinsam, ob es eine Unterstützung von dritter Seite geben kann.“

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