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Apotheke in Ho / Ghana (MP 1502)

Die Zentralapotheke der E.P. Church stellt sicher, dass die Gesundheitsstationen der Kirche mit Medikamenten gut ausgestattet sind.

Die Gesundheit ist ein hohes Gut – auch für die Evangelical Presbyterian Church in Ghana. Sie betreibt daher neben Gesundheitsstationen auch eine Zentralapotheke.

Zuständig für die Apotheke in Ho ist Lovelace Mensah, Leiter der Entwicklungsabteilung der Kirche (EPDRA). Er ist sehr froh über die Umsetzung der Pläne: „Wir haben einen guten Platz für die Apotheke in Ho gefunden. Sie ist nicht weit vom Gebäude der Kirchenverwaltung entfernt und damit auch nah bei meinem Büro. Wenn es also Probleme gibt, bin ich gut erreichbar.“

Für die Einrichtung der Räume der Apotheke und die Erstausstattung mit Medikamenten gab es einen Kleinkredit von EPDRA. Der ist allerdings schon fast vollständig zurückgezahlt. „Die Kundschaft ist ja auch zahlreich und vielfältig“, erzählt Lovelace Mensah. „Zum einen sind das natürlich die ganz normalen Kunden wie in jeder Apotheke. Darüber hinaus werden aber auch die Gesundheitsstationen der E.P.Church beliefert. Also Hatorgodo, Dzemini, Dambai, Bladjai und Wapuli. Die Mobile Clinic in Ho hat sogar einen doppelten Bedarf: Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen behandeln Patienten hier vor Ort, aber fahren auch in die Dörfer der Umgebung, um Kranke zu versorgen. Das macht zusammen eine größere Menge an Medikamenten.“

Die Arzneimittel kommen in der Regel aus Accra, der Hauptstadt Ghanas. Dort gibt es sowohl Firmen, die Medikamente selbst herstellen, als auch Importeure, die den entsprechenden Bedarf aus dem Ausland beziehen. Mit dem LKW fahren die Arzneimittel-Anbieter in regelmäßigen Abständen über Land und versorgen die Apotheken, auch die in Ho. „Manchmal fehlt allerdings doch etwas“, meint Mensah. „Dann müssen unsere Angestellten selbst nach Accra fahren. Das ist schon etwa alle drei Wochen der Fall, aber wir wollen eben auch sicher sein, dass wir keine gefälschten Medikamente kaufen. Auf den Märkten werden überall deutlich billigere, aber eben auch unwirksame Mittel verkauft. Das ist ungeheuer gefährlich. Malaria-Patienten können sterben, wenn sie wirkungslose Medizin einnehmen. Unterdosierungen bei Antibiotika können zu Resistenzen führen.“

In der Apotheke in Ho arbeiten sieben Männer und Frauen, im Verkauf, der Beratung der Kunden und im Lager. Zusätzlich gibt es ein kleines Labor, in dem unter anderem Malaria-Tests durchgeführt werden. Außerdem gehört zur Ausstattung ein PC, mit dem das Lager verwaltet wird. So kann jederzeit festgestellt werden, welche Medikamente benötigt werden. Vor allem Arzneimittel gegen Malaria, Durchfall und Bluthochdruck sowie Schmerzmittel und Antibiotika stehen auf der Bedarfsliste.

„Im Prinzip läuft es rund mit der Apotheke in Ho“, urteilt der EPDRA-Leiter. „Wir haben allerdings zwei Probleme. Wir beliefern auch die Weiterführenden Schulen der E.P. Church Mawuko und Mawuli in nächster Nachbarschaft zur Apotheke. Und die Schülerinnen und Schüler zahlen häufig nicht. Wir müssen da immer in Vorleistung treten, aber wollen die Jugendlichen auch gut versorgt wissen. Und bei der Belieferung der Gesundheitsstationen gibt es folgendes Problem: Ein Teil der Medikamente wird von den Versicherungen übernommen. Allerdings bezahlen die sehr spät. Dann ist der Preis für die Arzneimittel wegen der Inflation schon wieder gestiegen, die Versicherung bezahlt aber nur den alten Preis. Dafür haben wir noch keine Lösung gefunden.“ Allerdings ist die Apotheke in Ho zur Zeit dabei, sich staatlich registrieren zu lassen. Nach dem Abschluss dieses Verfahrens können auch Krankenhäuser beliefert und damit die Einnahmen erhöht werden.

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