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Apotheke in Ho / Ghana (MP 1812)

Lovelace Mensah (links) ist der Leiter der Zentralapotheke der E.P. Church.
Die Apotheke beliefert die kirchlichen Gesundheitsstationen mit den dringend benötigten Medikamenten.

Die verlässliche Versorgung mit Medikamenten ist sehr wichtig, manchmal überlebenswichtig. Die Evangelische Kirche in Ghana hat daher in Ho eine eigene Apotheke eingerichtet.

Das Gebäude ist ein moderner Flachbau, weiß verputzt. Über der Tür hängt ein großes Schild, auf dem „EPDRA Pharmacy“ steht, das Logo der E.P.Church ist gut zu erkennen. Im Innern werden die Kundinnen und Kunden von zwei Apothekenhelferinnen begrüßt. Heute ist auch Lovelace Mensah, Leiter der kirchlichen Entwicklungsabteilung EPDRA und Geschäftsführer der Apotheke dabei.

Insgesamt arbeiten hier acht Männer und Frauen - im Verkauf, der Beratung der Kunden und im Lager. Außerdem gibt es ein Labor, in dem vor allem Malaria-Tests durchgeführt werden.

„Wir haben mit Hilfe der Norddeutschen Mission vor einigen Jahren die Apotheke bauen und ausstatten können“, erzählt er. „Dann gab es aber Probleme mit dem Standort. Wir bekamen keine Lizenz mehr vom Ministerium, weil wir zu dicht an einer anderen Apotheke waren. Jetzt sind wir umgezogen, und es ist alles in Ordnung.“ Für den Neubau musste EPDRA einen Kredit aufnehmen, der allerdings längst abbezahlt ist. Das eigene Kapital, das für den Einkauf der Medikamente benötigt wird, hat sich mittlerweile beträchtlich erhöht. Von umgerechnet 3.800 auf 48.000 Euro. Da ist es gut, dass Mensah eine fundierte Ausbildung im Finanzwesen hat.

„Die Apotheke läuft gut“, sagt der EPDRA-Leiter zufrieden. „Die Kundschaft besteht einerseits aus den normalen Kunden wie in jeder Apotheke. Andererseits beliefern wir auch die Gesundheitsstationen der E.P.Church in Bladjai, Hatorgodo, Dambai, Wapuli und Dzemeni.“ Insgesamt werden monatlich etwa 700 bis 1000 Menschen mit – für sie bezahlbaren -  Arzneimitteln versorgt, hauptsächlich um Malaria, Lungenkrankheiten und Infektionen zu heilen oder Schmerzen zu lindern. Die Medikamente kommen aus Accra von Firmen, die sie selbst herstellen oder von Importeuren, die die Ware aus dem Ausland beziehen. So ist man sicher, keine Fälschungen zu kaufen wie sie teilweise auf den Märkten angeboten werden.

Den Gewinn der Apotheke verwendet Lovelace Mensah, um einen Teil der Gehälter der EPDRA-Mitarbeiter zu bezahlen. Auch die Projekte der Entwicklungsabteilung sollen in der Zukunft selbst finanziert werden, zumindest der Eigenanteil, der bei Ko-Finanzierungen nötig ist. „Was mir allerdings noch Sorgen macht, ist die unterbrochene Kühlkette“, so der Geschäftsführer. „Wenn wir die Bestellungen an die Kliniken ausliefern, bräuchten wir natürlich eigentlich ein Fahrzeug mit einer Kühlvorrichtung für die Medikamente. Das können wir uns aber bisher leider nicht leisten.“

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