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Gemeinden im Sahel

Ökumenischer Besuch 2005 bei der Kirche in Nyamey, Niger

Die Evangelische Kirche von Togo (EEPT) kümmert sich auch um junge Gemeinden und Kirchen in den Nachbarländern und versucht, deren Aufbau zu unterstützen. Intensive Kontakte bestehen zu Christen im Sahelstaat Niger.

Hier wurde vor etwa 30 Jahren von Christen vor allem aus Togo, aber auch aus Ghana, Kamerun und der Elfenbeinküste eine Gebetsgruppe gegründet. Als Flüchtlinge, aber auch als kleine Unternehmer oder Lehrer hatten sie – oder schon ihre Eltern – ihre Heimat verlassen und sich in Niamey, der Hauptstadt Nigers, niedergelassen. Gemeinsam war ihnen der Wunsch, den Gottesdienst in ihrer Sprache und in ihrer kirchlichen Tradition zu feiern. Schon bald gründeten sie die Evangelisch-Presbyterianische Kirche der Republik Niger (EEPRN).


„Doch es ist sehr schwierig, ohne Unterstützung von außen den Zusammenhalt, die theologische Arbeit zu gewährleisten“, meint Luther Degbovi, Synodalsekretär der togoischen Kirche. „Daher haben wir versucht, in Abständen, möglichst zu den kirchlichen Feiertagen wie Ostern und Weihnachten, Pastoren nach Niamey zu schicken. So konnten die Christen dort Abendmahl und Taufen feiern.“ Die Gemeinden wuchsen und übernahmen auch seelsorgerliche und diakonische Aufgaben. So werden regelmäßig zwei Gefängnisse besucht. Die Gemeindegruppe bringt Seife, Medikamente und Kleidung mit, man betet gemeinsam. Im Dorf Kongou ist durch Unterstützung der Evangelischen Kirche eine kleine Vorschule mit einer Hilfslehrkraft entstanden. Für die Jugendlichen der EEPRN-Gemeinde ist ein Ziegenzucht-Projekt initiiert worden. Hier können sie Tierhaltung lernen und so auch eine Perspektive für ihren Lebensunterhalt entwickeln.

Die Gemeinde versucht, durch großes Engagement – mittlerweile gibt es vier Chöre und einen kleinen Posaunenchor – Kollekten und Spenden ihr geistliches und soziales Leben zu gestalten. Doch: „So erfreulich dieser Schwung der kleinen Kirche im Niger ist – noch braucht sie aber auch unsere Hilfe“, ist sich Luther Degbovi sicher. „Das fängt bei einem eigenen Gebäude an. Momentan mietet sie ein Haus für die Gottesdienste. Aber es wäre natürlich schön, einen eigenen Ort zu haben.“ Hier könnten dann auch die sozialen und entwicklungspolitischen Aktivitäten koordiniert und Bildungsangebote für Interessierte angeboten werden. Laut Degbovi plant die togoische Kirche auch, einen Pastor auf Dauer in den Niger zu schicken, „ am besten jemanden, der auch etwas von Entwicklung versteht.“ Der eigene Nachwuchs soll ebenfalls theologisch ausgebildet werden; ein junger Mann aus dem Niger ist bereits für ein einjähriges Praktikum in Togo ausgewählt worden. Für das anschließende Theologie-Studium in Porto-Novo / Benin wird jedoch noch dringend ein Stipendium gesucht.

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