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Ingwer- und Chili-Anbau in Aka KP 2123/Togo

Ingwer wird vegetativ vermehrt. Das heißt, es werden Ingwerstücke in den Boden gesteckt, aus denen sich die Pflanzen entwickeln.

Aka ist ein kleines Dorf im Westen Togos, nicht weit von der Grenze zum benachbarten Ghana. Die Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft, die Erträge reichen aber kaum zum Überleben. Armut ist weit verbreitet.

Der Ort liegt auf dem sogenannten Plateau, einer Hochebene, die nach der Küstenregion, in der sich die Hauptstadt Lomé befindet, die zweitgrößte Bevölkerungskonzentration in Togo hat. In Aka herrscht ein tropisches Savannenklima, das durch Regen- und Trockenzeiten charakterisiert ist. Es gibt zwei Regen- und zwei Trockenzeiten. Die längste Regenzeit dauert von April bis Juli und die kürzeste von September bis Oktober. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge beträgt etwa 1200-1600 Millimeter (Deutschland 800Millimeter). Durch die Höhenlage um die 500 Meter über dem Meeresspiegel sind die Temperaturen aber nicht so hoch wie in den anderen Regionen Togos. Dies ermöglicht den Anbau von Kaffee, Kakao und sogar Kartoffeln. Weitere wichtige Nutzpflanzen sind Mais, Yams, Maniok, Bohnen und verschiedene Gemüse.

Infolge der sozio-politischen Unruhen in den 1990er Jahren war die Region einer starken Abholzung ausgesetzt. Wälder waren in Togo schon immer rar, doch in ländlichen Gebieten nutzen mehr als 80 Prozent der Bevölkerung Brennholz zum Kochen. Das Fehlen einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung hat zu einer Übernutzung von Holz als Brennstoff, Baumaterial und anderen Holzprodukten geführt.

Die Evangelische Gemeinde in Aka ist sehr aktiv. Es gibt Chöre sowie Frauen- und Jugendgruppen. Allen ist gemeinsam, dass ihr Einkommen aus der Landwirtschaft kaum zum Lebensunterhalt ausreicht. Deshalb haben sich alle Mitglieder der Gruppen und Chöre -  insgesamt 60 Frauen und 45 Männer – getroffen, um gemeinsam zu überlegen, was ihre Lebensbedingungen verbessern könnte. In der Region herrscht eine große Nachfrage nach Ingwer und Chilis. Die lokale Produktion reicht nicht aus, um die Nachfrage zu befriedigen, Händler aus anderen Gebieten kommen regelmäßig auf den Markt in Aka, um die begehrten Gewürze zu verkaufen. Deshalb planen die Mitglieder der Evangelischen Gemeinde, gemeinsam Ingwer und Chilis anzubauen. In Gemeinschaftsarbeit sollen 1,5 Hektar Land gerodet und bepflanzt werden. Der Erlös soll allen zugutekommen. Das Startkapital von EUR 2.635,- können die Frauen und Männer von Aka jedoch nicht selbst aufbringen. 

Auf einen Blick:

Projekt: Anbau und Verkauf von Ingwer und Chilis durch eine Selbsthilfe-Initiative
Ort/Region: Aka/Région Sud Ouest
Durchführung: Selbsthilfegruppe der Evangelischen Gemeinde
Kostenübersicht:
Pflanzgut: EUR 970,-
Einzäunung: EUR 750,-
Rodung und Bestellung: EUR 500,-
Gartengeräte: EUR 290,-
Projektdurchführung und –begleitung: EUR 125,-
Gesamt: EUR 2.635,-