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Radio Ephphata in Togo: MP 2104

Mit dem Sendemast konnte bislang die Hälfte des Landes abgedeckt werden.

Weil in Afrika viele Menschen noch nicht ausreichend lesen können, hat das von der Eglise Evangélique Presbytérienne du Togo betriebene Radio eine enorme Bedeutung.

Lomé, kurz vor 5 Uhr. Auf dem Grundstück des Evangelischen Gymnasiums ist schon Betrieb. Das Sendeteam von Radio Ephphata ist auf dem Weg zu seinem Studio, das auf dem Gelände untergebracht ist. Täglich wird hier von 5 Uhr bis 22 Uhr Programm gemacht, sonntags sogar bis 23 Uhr.

Pastor Kossi Adzado ist verantwortlich für das kirchliche Radio. „Aber natürlich nicht allein “, erzählt er. „Wir sind ein tolles Team. Sechs Personen sind fest angestellt, die Hälfte davon sind Frauen. Dann haben wir noch 18 Ehrenamtliche, die ein unglaubliches Engagement an den Tag legen. Nur so können wir überhaupt die täglichen Sendezeiten bewältigen.“ Schließlich müssen die Beiträge produziert und die Musik ausgewählt werden. Man braucht Menschen, die moderieren können und andere, die sich mit der Technik auskennen.

„Angefangen haben wir 2007“, berichtet der 60-jährige Adzado. „Mit wenig Geld und einer einfachen Antenne. Die ist allerdings bald von einem Blitz zerstört worden.“ Mit Hilfe von Spenden von Hörerinnen und Hörern aus Deutschland konnte eine neue und bessere technische Ausstattung erworben und installiert werden. Dadurch wurde auch die Reichweite ausgedehnt: War Radio Ephphata anfangs nur in einem Umkreis von 100 Kilometern zu empfangen, waren es mit der Errichtung des neuen Sendemastes auf dem Agou-Berg 300 Kilometer. „Und jetzt wollen wir einen weiteren Schritt gehen. Wir wollen ein nationales Radio werden“, begeistert sich Kossi Adzado. „Wir haben einen Plan konzipiert, wie wir auch im Norden präsent sein können, wo die Christen im Verhältnis zu den Muslimen in der Minderheit sind. Dafür haben wir finanzielle Unterstützung aus der Schweiz bekommen. Und eine Familie hat uns ein Grundstück nördlich von Sokodé bereitgestellt, wo wir eine Antenne auf einer Bergkette aufstellen dürfen. Die Familie ist muslimisch, war aber mit unserem Plan einverstanden, so lange wir in unserem Programm nicht zu Gewalt aufrufen. Und diese Gefahr besteht natürlich nicht.“

Das Programm ist vielseitig. Gesendet werden christliche Beiträge, Andachten, am Sonntag zwei Gottesdienste. Dazu kommt Kirchenmusik. Aber es geht auch um Themen wie Entwicklung, Bürgerrechte sowie Informationen zur Gesundheit, HIV-Prävention und Hygiene. Außerdem gibt es Schwerpunkt-Sendungen für Frauen und Jugendliche. Zu hören ist das Radio auf UKW und online.

„Das Radio ist der Stolz unserer Kirche“, sagt der verantwortliche Pastor. „Für mich ist es Verkündigung und Sozialarbeit. Es ist enorm wichtig für Menschen, die nicht lesen können.“ Und dann fängt er an, Pläne zu machen. Ein eigenes Gebäude wäre gut, ein Generator, um die Stromausfälle zu kompensieren oder gleich Solarkollektoren, mit denen man dann außerdem auch noch die Stromkosten senken könnte. Aber das Budget ist begrenzt: Die Gehälter der Mitarbeitenden, das Telefon und die Kosten für die Antennen müssen zuerst beglichen werden.

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