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Kindergottesdienst in Togo: MP 2112

Die Kindergottesdienst- mitarbeiterinnen und –mitarbeiter kommen regelmäßig zu Fortbildungen zusammen.

In der Eglise Evangélique Presbytérienne du Togo (EEPT) besuchen jeden Sonntag tausende Mädchen und Jungen den Kindergottesdienst. Das ist eine große Chance, bereits hier eine gute Basis für eine starke Kirche zu legen.

Pastor Kossi Folly ist schon viele Jahre innerhalb der Kirche zuständig für den Kindergottesdienst und den Konfirmandenunterricht. „Ich bin 2006 nach Lomé gekommen und habe einige Zeit beim EEPT-Verband COPFEDES im Programm ‚Frauen und Kinder‘ gearbeitet“, erzählt er. „Dann bin ich in meinen heutigen Arbeitsbereich gewechselt und habe es nie bereut. Ich freue mich jeden Tag, dass ich daran mitwirken kann, junge Menschen an den Glauben heran zu führen.“

Die Gestaltung des Kindergottesdienstes in Togo stellt eine große Herausforderung dar. Je nach Größe der Gemeinde kommen sonntags mehrere hundert Kinder unterschiedlichen Alters zusammen. Sie werden in vier Gruppen eingeteilt: Die jüngsten sind drei bis fünf Jahre alt, die mittleren sechs bis sieben und acht bis neun und die ältesten zehn bis 14 Jahre. Je nach Gruppengröße und räumlichen Möglichkeiten der Gemeinde werden die Gruppen manchmal auch zusammengelegt. „Die Räume sind oft ein Problem“, erläutert Folly. „Da muss man improvisieren. Weil der Kindergottesdienst parallel zum allgemeinen Gottesdienst stattfindet, steht die Kirche schon mal nicht zur Verfügung. Dann geht man teilweise in die benachbarte Schule. Trotzdem müssen sich einzelne Altersgruppen auch einfach unter Bäumen auf dem Gelände der Gemeinde treffen. Das ist natürlich nicht ideal. Die Konzentration leidet, und für Kinder ist es immer besser, wenn sie einen festen gewohnten Platz haben. Und wenn es regnet, geht das praktisch gar nicht.“

Inhaltlich und methodisch wird der Kindergottesdienst je nach Alter der Jungen und Mädchen gestaltet. Bei den Jüngeren geht es um eine spielerische Vermittlung mit Musik, Tanz und Theater. Allerdings sollen auch die kleinen Kinder die Strukturen eines Gottesdienstes kennenlernen. Am Anfang und am Ende wird gemeinsam gebetet, und alle erfahren, wie und warum Kollekten gesammelt werden. In der Gruppe der Ältesten beginnt bereits der Konfirmandenunterricht. Das sei ein fließender Übergang, sagt Kossi Folly.

Der Pastor ist zuständig für die Ausbildung der ehrenamtlichen Kindergottesdienstmitarbeiterinnen und –mitarbeiter. Er entwickelt Materialien und organisiert jedes Jahr einwöchige Fortbildungscamps in drei der sechs kirchlichen Regionen. Daran nehmen jeweils zwischen 30 und 90 junge Menschen zwischen 15 und 30 Jahre teil. „Leider erreiche ich aber so nicht alle“, sagt Kossi Folly. „Es gibt immer noch Ehrenamtliche, die ohne Ausbildung den Kindergottesdienst gestalten, einfach aus dem Bauch heraus. Ein gewisser Qualitätsstandard muss aber sein. Umso wichtiger ist es, dass ich die Gemeinden besuche und sehe, wie vor Ort gearbeitet wird. Da kommen allerdings hohe Reisekosten zusammen, gerade, wenn ich in die abgelegenen Gemeinden fahren muss.“

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